Wer singt denn da? Vogelstimmen in Wald und Flur


Ornithologische Frühwanderung am Sonntag, 20.05.2007 

Führung: Günter Wrusch, Meisenheim

 


 

 

Blick auf die Schlosskirche von Meisenheim


Diese Vogelstimmenexkursion fand bei schönem Wetter und angenehmen frühsommerlichen Temperaturen statt. Sie begann um 4.30 Uhr am Friedhof von Meisenheim, führte anschließend durch die Flussaue des Glans und das darüber liegende Waldgebiet zur Feldflur auf der Hochfläche.
Im Vergleich zu den Exkursionen, die in den Jahren 2002 und 2004 zur gleichen Zeit und bei ähnlichen Witterungsbedingungen stattgefunden haben, konnten diesmal nur wenige Vogelarten und diese weitgehend in geringer Individuenzahl gehört werden. Damit hat sich ein Trend fortgesetzt, der sich bereits 2004 angekündigt hat. Auffällig war das völlige Fehlen von Vögeln im Bereich der Rapsäcker.  
 
Folgende Arten sind in nahezu gleicher Häufigkeit gehört bzw. beobachtet worden:
Mäusebussard (Buteo buteo), Turmfalke (Falco tinnunculus), Fasan (Phasianus colchicus), Ringeltaube (Columba palumbus), Buntspecht (Dendrocopos major), Rotkehlchen (Erithacus rubecula), Nachtigall (Luscinia megarhynchos), Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros), Amsel (Turdus merula), Dorngrasmücke (Sylvia communis), Blaumeise (Parus caeruleus), Kohlmeise (Parus major), Pirol (Oriolus oriolus), Rabenkrähe (Corvus corone).
 
Die folgenden Arten waren seltener oder nur noch vereinzelt zu hören:
Feldlerche (Alauda arvenis), Zaunkönig (Troglodytes troglodytes),  Singdrossel (Turdus philomelos), Gartengrasmücke (Sylvia borin) (1 Exemplar), Klappergrasmücke (Sylvia curruca) (1 Exemplar), Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla),  Gartenbaumläufer (Certhia brachydactyla), Haussperling (Passer domesticus), Buchfink (Fringilla coelebs) (wenige), Girlitz (Serinus serinus) (1 Exemplar), Goldammer (Emberiza citrinella).
 
Zu den bereits 2004 verschwundenen Arten kommen in diesem Jahr zusätzlich die folgenden Arten hinzu:
Rebhuhn (Perdix perdix), Wachtel (Coturnix coturnix), Turteltaube (Streptopelia turtur), Kuckuck (Cuculus canorus), Grauspecht (Picus canus), Rauchschwalbe (Hirundo rustica), Mehlschwalbe (Delichon urbica), Waldlaubsänger (Phylloscopus sibilatrix), Fitis (Phylloscopus trochilus),  Schwanzmeise (Aegithalos caudatus), Feldsperling (Passer montanus), Stieglitz (Carduelis carduelis). 

Neu hinzu gekommen ist in diesem Jahr der Trauerschnäpper (Ficedula hypoleuca) (1 Exemplar).

Es ist selbverständlich, dass bei einer dreistündigen vogelkundlichen Frühwanderung nur ein Teil der in einem Gebiet vorkommenden Vogelarten erfasst werden können. Trotzdem ist ein negative Trend in der Bestandsentwicklung unserer Vogelwelt unübersehbar. 

Zu den bereits im Exkursionsbericht 2004 vermuteten Ursachen für die fortschreitende Dezimierung der Vogelwelt könnte sich in diesem Jahr auch die extrem lange Trockenzeit im April negativ auf das Brutverhalten ausgewirkt haben.

Zusammengestellt von Günter Wrusch

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Anhören von Vogelstimmen in der Feldflur bei Meisenheim     


Ornithologische Frühwanderung am Samstag, 16.05.2004 

Führung: Günter Wrusch, Meisenheim

 


Die vogelkundliche Frühwanderung begann um 4.30 Uhr am Friedhof in Meisenheim. Von dort aus wurden folgende Lebensräume aufgesucht:

1. Die Flussaue des Glans mit Nachtigall (Luscinia megarhynchos), Zaunkönig (Troglodytes troglodytes),

2. Der Wohnbereich mit Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros), Haussperling (Passer domesticus), Heckenbraunelle (Prunella modularis), 

3. Der Wald mit Buchfink (Fringilla coelebs), Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla), 

4. Die Feldheckenlandschaft mit Dorngrasmücke (Sylvia communis), Gartengrasmücke (Sylvia borin), Goldammer (Emberiza citrinella),

5. Die Feldflur mit Feldlerche (Alauda arvenis), Wachtel (Coturnix coturnix).

Auffällig war bei der diesjährigen Exkursion die verhältnismäßig geringe Artenvielfalt singender Vögel gegenüber anderen Veranstaltungen dieser Art. Ein Vergleich der gegenwärtigen Vogelliste mit der, die vor etwa 20 Jahren angefertigt worden ist, zeigt signifikante Änderungen im Artenspektrum und der Häufigkeit der Arten. Eine Ursache für dieses Phänomen könnten die Zersiedelung des Stadtrandes und der verstärkte Einsatz von Herbiziden, Pestiziden und Düngemitteln und der damit verbundene Rückgang der Nahrungsgrundlagen für die Vogelwelt sein. 

Folgende Brutvogelarten konnten in letzter Zeit nicht mehr beobachtet werden: Schleiereule (Tyto alba), Baumpieper (Anthus trivialis), Braunkehlchen (Saxicola rubetra), Schwarzkehlchen (Saxicola torquata), Sumpfrohrsänger (Acrocephalus palustris), Neuntöter (Lanius collurio). 

Besonders auffällig ist der starke Rückgang des Feldsperlings (Passer montanus) und z.T auch des Stars (Sturnus vulgaris).

Neu im Artenspektrum der Vögel in Meisenheim sind Kormoran (Phalacrocorax carbo), Graugans (Anser anser), Schwarzspecht (Dryocopus martius), Wasseramsel (Cinclus cinclus

 Zusammengestellt von Günter Wrusch

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Auwaldreste am Glan (Meisenheim)

 
Vogelkundlichen Frühwanderung am Samstag, 02.06.2002 
Führung: Günter Wrusch, Meisenheim

Bei schönem Wetter und angenehmen frühsommerlichen Temperaturen trafen sich am frühen Morgen (4.15 Uhr!) etwa 20 vogelkundlich Interessierte zu einer Vogelstimmenexkursion. In der Dunkelheit waren zunächst nur die Nachtigall, der Sumpfrohrsänger und ein aufgeschreckter Hausrotschwanz zu hören. In der nun einsetzenden Dämmerung folgten dann aber bald der Gesang von Rotkehlchen, Amsel und Singdrossel. Der Weg führte uns zunächst entlang der Flussaue des Glans zum Schaffnerwald. Anschließend über die offene Feldflur des Keddart zurück zum Ausgangspunkt der Exkursion. Dort fand bei Kaffee, Kuchen und Vogelgesang die ornithologische Frühwanderung um 8.30 Uhr ihren Abschluss.

Folgende Vogelarten konnten gehört bzw. gesehen werden:

Kormoran (Phalacrocorax carbo), Stockente (Anas platyrhynchos), Mäusebussard (Buteo buteo), Turmfalke (Falco tinnunculus), Rebhuhn (Perdix perdix), Fasan (Phasianus colchicus), Wachtel (Coturnix coturnix), Ringeltaube (Columba palumbus), Türkentaube (Streptopelia decaocto), Turteltaube (Streptopelia turtur), Kuckuck (Cuculus canorus), Grauspecht (Picus canus), Buntspecht (Dendrocopos major), Feldlerche (Alauda arvenis), Zaunkönig (Troglodytes troglodytes), Rotkehlchen (Erithacus rubecula), Nachtigall (Luscinia megarhynchos), Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros), Amsel (Turdus merula), Singdrossel (Turdus philomelos), Sumpfrohrsänger (Acrocephalus palustris), Gartengrasmücke (Sylvia borin), Klappergrasmücke (Sylvia curruca), Dorngrasmücke (Sylvia communis), Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla), Waldlaubsänger (Phylloscopus sibilatrix), Fitis (Phylloscopus trochilus), Blaumeise (Parus caeruleus), Kohlmeise (Parus major), Schwanzmeise (Aegithalos caudatus), Gartenbaumläufer (Certhia brachydactyla), Star (Sturnus vulgaris), Pirol (Oriolus oriolus), Rabenkrähe (Corvus corone), Buchfink (Fringilla coelebs), Girlitz (Serinus serinus), Stieglitz (Carduelis carduelis), Goldammer (Emberiza citrinella).

Zusammengestellt von Günter Wrusch

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