Geologisch - bodenkundliche Exkursionen
 
 
Bau der Erdkruste und das Oberflächenrelief in Altenbamberg und Umgebung
Führung: Karlheinz Schultheiß, Bad Münster a.St. 
Schichtprofil im Saar-Nahe-Bergland und die Nahe-Caldera – Erdgeschichtliche PKW-Exkursion von Bad Münster a.St. Ebernburg nach Oberhausen a.d. Nahe Führung: Karlheinz Schultheiß, Bad Münster a. St. Steigerwald bei Eckelshein/Rhh. Meeresküste vor 36 Mio. Jahren
Bau der Erdkruste und Oberflächenrelief am Gangelsberg und seiner Umgebung (Rundweg um das Gipfelplateau)
Führung: Karlheinz Schultheiß, Bad Münster a.St.
Erdgeschichtliche Rundwanderung um die Kauzenburg bei Bad Kreuznach ( Bau der Erdkruste und des Oberflächenreliefs)
Führung: Karlheinz Schultheiß, Bad Münster a.St.
Geologie und Böden im Bereich des Laacher Sees
Führung : Dr. Irmfried Buchmann, Traisen

 

Die Böden der Flussauen bei Meisenheim
Führung : Dr. Irmfried Buchmann, Traisen
 
Die "Steinkohlenzeit" der Umgebung von Meisenheim
Führung: Thomas Schindler, Bayerfeld-Steckweiler
Der Weinbergsweg bei Niederhausen; ein geologisch interessanter Lehrpfad
Führung: Karl-Heinz Schultheiß, Bad Münster a.St.
Entstehung, Abbau und Verarbeitung von Ton im Rheinischen Schiefergebirge mit Besuch des Tonbergbau-Museums in Siershahn und des Keramikmuseums Höhr
Führung: Dr. Irmfried Buhmann, Traisen
Geologie und Böden um den Rotenfels
Führung : Dr. Irmfried Buchmann, Traisen
Wasserbeeinflusste Böden im Soonwald Führung: Dr. Irmfried Buchmann, Traisen und Forstamt Soonwald
Zur Geologie des Soonwalds und seines südlichen Vorlandes
Geologie u. Böden des Trollbachtals
Führung : Dr. Irmfried Buchmann, Traisen
Geologie und Böden rund um Wallhausen
Führung : Dr. Irmfried Buchmann, Traisen
Geologie und Böden des Wißbergs bei Gau-Bickelheim 
Führung: Dr. Irmfried Buchmann, Traisen

Geologisch-morphologische PKW-Exkursion im Bereich Bad Münster a.St.             Führung: Karlheinz Schultheiß, Bad Münster a.St. 

 

 

 
 

 


Die Böden der Flussauen bei Meisenheim


 

Bodenkundliche Exkursion am Samstag, 06.11.2004

Führung: Dr. Irmfried Buchmann, Traisen

 


 

Bodenprofil in der Flussaue von Meisenheim


Bei dieser bodenkundlichen Exkursion wurden folgende Standorte miteinander verglichen:

1. Wald und Feldflur an der K 65 (40:4423 E, 5504996 N)

2. Flussaue an der alten Glanbrücke (40:3728 E, 5506305 N)

 

Kennzeichen des Waldbodens:

eine sehr flachgründige ca. 20 cm dicke, basenarme Braunerde mit sehr geringen pH-Wert 3,5.

Diese Fläche ist wahrscheinlich nur deshalb mit einem schwachwüchsigen Eichen-Hainbuchenwald bedeckt, weil sich hier Ackerbau nicht lohnt.

 

Kennzeichen des Ackerbodens:

Auf dem lockeren schiefrigen Ausgangsgestein lagert hier ein ca. 25 cm dicker Braunerde-Ranker, der wahrscheinlich dadurch entstanden ist, dass die Horizonte durch das Pflügen durchmischt worden sind. Es ist zu vermuten, das sich nach starken Regenfällen das Wasser auf dem undurchlässigen Untergrund staut und in Vertiefungen ansammelt. Durch Düngung ist der pH-Wert höher als im benachbarten Wald.

 

Kennzeichen der Flussaue am Glan:

Der braune Aueboden (Vega) war in dem etwa 2 m tiefen Aufschluss durch das Fehlen einer polygenetische Horizontaldifferenzierung gekennzeichnet. Er ist durch Ablagerungen und Umschichtungen bei Hochwasser entstanden. Er besteht abhängig von der Strömungsgeschwindigkeit aus Löss, in dem unterschiedlich hohe sandige Anteile eingelagert sind. Bei einer Tiefe von etwa 2 m trat das Grundwasser zu Tage, dass im oberen  Bereich kapillar gebunden war. Trotz der hervorragenden Bodenqualität ist das Gelände wegen der Hochwassergefahr für den Anbau von Feldfrüchten weniger geeignet. Es wird entweder als Grünland genutzt oder mit Feldfrüchten (z.B. Mais) bebaut, die erst im Frühjahr, wenn die Hochwassergefahr geringer ist, ausgesät werden. Bei der Bodennutzung durch Maisanbau findet bei Hochwasser eine erhebliche Bodenerosion statt. Das Ausmaß dieser Bodenabtragung ist auf der Odenbacher Gemarkung eindrucksvoll erkennbar. An der Grenze zwischen Grünland und Maisacker hat sich eine meterhohe Abtragungskante gebildet (40:3308 E, 5505261 N). 

   
Koordinatensystem: UTM

 

Zusammengestellt von Günter Wrusch

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Geologie und Böden um den Rotenfels


Samstag, 14.11.1998 
Führung: Dr. Irmfried Buhmann, Traisen

 

  Bild 1       Bild 2

Eine Gruppe unerschrockener Pollichianer trotzte Schneeregen, und ließ sich vom Bodenkundler Dr. I. Buchmann in die Geologie und die Böden auf den Rotenfels bei Bad Münster am Stein Ebernburg einführen.Von der Bastei (vgl. Bild 1) verschaffte man sich einen Rundblick über die Geologie der Region. Der Rotenfels, der mit zirka 200 m Höhenunterschied zum Flußufer der Nahe als höchster Steilhang nördlich der Alpen gilt, ist ein saures Intrusivgestein ( Rhyolith ) aus dem unteren Rotliegenden, das durch Hebungsvorgänge , besonders aber während der Eiszeiten durch die Erosionstätigkeit der Nahe, als eindrucksvoller Prallhang freigelegt wurde. Diese Tätigkeit der Nahe ist an den deutlich ausgebildeten Terrassen erkennbar, die, mit Ausnahme der Niederterrasse, mit Lößsedimenten bedeckt sind. Auf dem sauren Ausgangsgestein des Massivs bilden sich an den Rändern flachgründige Ranker ( A-C Horizonte ), die nach den Messungen von Dr. Buchmann höchstens den pH - Wert 4 erreichen. Mit zunehmender Erosion unmittelbar an den Bergflanken gibt es nur noch Rohböden. Die in östliche Richtung flacher abfallende Flanke ist noch von recht mächtigen Lößablagerungen bedeckt. Auf diesen nach EU-Recht stillgelegten Ackerflächen demonstrierte Dr. Buchmann an einem selbst gefertigten Aufschluß (vgl. Bild 2) eine gut ausgebildete Parabraunerde. Gut erkennbar ist der Ah Horizont ( humoser Oberboden ). In dem darunter befindlichen Ac Horizont ist die Verlagerung der Tonteile an der etwas helleren Farbe und der Kalkverlagerung ( negative Salzsäureprobe) als Folge der Bewirtschaftung nachzuweisen. Im dem B - Horizont lassen sich die verlagerten Tonteilchen durch die dunkle Farbe und die positive Salzsäureprobe wiederfinden. Die Tonminerale haben ein erstaunliches Wasserbindungsvermögen, denn bereits in 1 m Tiefe war es trotz intensiver Regenfälle in der letzten Zeit noch trocken. Leider ließ das anhaltend schlechte Wetter weitere interessante Ausführungen von Dr. Buchmann zu den Naheterrassen nicht mehr zu.

Zusammengestellt von Kurt-Werner Augenstein

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Geologie und Böden rund um Wallhausen


Samstag, 13.11.1999 
Führung: Dr. Irmfried Buhmann, Traisen

Die im November stattfindende POLLICHIA-Exkursion hat traditionell die Geologie und Bodenkunde zum Thema. Zu dieser Exkursion haben sich bei schönem Wetter eine Gruppe von 16 Teilnehmern zusammengefunden. Neben der Besichtigung und Erläuterung geologisch interessanter Aufschlüsse durch Herrn Dr. Buchmann hat uns Herr Zerback als Bürgermeister von Wallhausen einen interessanten Überblick zum Weinbau im Bereich der Gemeinde gegeben.

Exkursionsziele:

1. Rabenfels (49°53'54N 007°44'38E)
Devonische Schichten an der Grenze zum Rotliegenden, Metadiabas (Grünschiefer), Chlorit "Dalberger Platten", Phyllit (Glimmerschiefer)

2. Aufschluß am Weinberg (49°55'45N 007°44'25E)
Phyllit (weiches, schiefriges, verwitterndes Material) pH-Wert 5,5

3. Grenze Rheinisches Schiefergebirge / Rotliegendes (49°55'45N 007°44'25E)
leider nicht gut erkennbar

4. Grenze Unterrotliegendes (Lebacher und Kuseler Schichten) / Oberrotliegendes (49°57'02N 007°42'52E)
Sandsteinschichten

5. Oberrotliegendes (Waderner Schichten) Anschluß Johannisberg (49°53'43N 007°46'04E)
Verwittertes und festeres Konglomerat

6. Kiesgrube mit tertiärem Meeressand (49°55'39N 007°44'14E)
Quarzhaltiges Material durch Meeresbewegung aussortiert, durch Freisetzung von dreiwertigem Eisen bräunlich verfärbt, bei Verwitterung Bildung kalkhaltiger Tonminerale

7. Bauschuttdeponie (49°55'26N 007°45'17E)
Pleistozäne Flußablagerungen von Gräfenbach und Nahe, Gerölle und Feinmaterial

Zusammengestellt von Günter Wrusch


Entstehung, Abbau und Verarbeitung von Ton im Rheinischen Schiefergebirge mit Besuch des Tonbergbau-Museums in Siershahn und des Keramikmuseums Höhr


Exkursion am Samstag, 08.11.2003
Führung: Dr. Irmfried Buchmann, Traisen  

Diese Exkursion begann im Tonbergbaumuseum, in dem Hans-Werner Brümmendorf, ein ehemaliger Mitarbeiter des Tonbergbaues an Hand der Exponate über die Tonlagerstätten und deren Entstehung, sowie den Abbau und die Weiterverarbeitung von Ton informierte. In unmittelbarer Nähe vom Museum befindet sich die Tongrube von Siershan. Von dem Aussichtspunkt hat man einen guten Überblick über das Abbaugebiet. Anschließend wurde das sehenswerte Keramikmuseum in Höhr besichtigt.

Zusammengestellt von Günter Wrusch

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