Trocken- und Feuchtbiotope bei Niederhausen und Hüffelsheim


Weidenblättriger Alant (Inula salicina) auf einer Feuchtwiese bei Hüffelsheim


Exkursion am Donnerstag, 19.06.2003 (Fronleichnam)

Führung: Jost Didlaukies, Meisenheim und Robert Fritsch, Idar-Oberstein


 Frühsommer im mittleren Nahetal

Am 19.Juni trafen sich die Mitglieder des Botanischen Arbeitskreises bei Hüffelsheim, um unter der Führung von J. Didlaukies und R. Fritsch einige Biotope im mittleren Nahetal aufzusuchen, begleitet von Dr. Licht von der Universität Mainz und dem Orchideenkenner Horst Horn aus Rötsweiler-Nockenthal. Bei herrlichem Wanderwetter betraten wir zunächst eine (wechselfeuchte), basenreiche Feuchtwiese direkt am Treffpunkt nordöstl. des  Antoniushofes (TK 6112/42, 32:414715 E, 5520381 N) und konnten gleich einige seltene Arten dieses Wiesentyps bewundern: Knollige Kratzdistel (Cirsium tuberosum), Kleines Mädesüß (Filipendula vulgaris), Weidenblättriger Alant (Inula salicina), Großer Ehrenpreis (Veronica teucrium), Wiesensilge (Silaum silaus), Filzige Segge (Carex tomentosa) und Traubige Trespe (Bromus racemosus). Christian Weingart hatte im Frühjahr hier sogar die sehr seltene Lücken-Segge (Carex distans) neu entdeckt, wahrscheinlich das einzige aktuell bekannte Vorkommen im Nahegebiet.

Weiter ging es dann in die berühmten Weinberge bei der Domäne Niederhausen, genauer zum Harsten (TK 6112/43, 32:411596 E, 5518382 N), einer felsigen Bergkuppe über den Weinbergen, die teilweise bewaldet, teilweise von Heideflächen bedeckt ist. Für einige der dort vorkommenden Arten wie Holunder-Knabenkraut (Dactylorhiza sambucina), Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris), Kleiner Vogelfuß (Ornithopus perpusillus, einziger Fundort im Nahegebiet nördl. der Nahe) oder Fünfmänniger Spörgel (Spergula pentandra) war es zwar jahreszeitlich schon zu spät, aber wir konnten den Kugel-Lauch (Allium sphaerocephalon), das Sand-Fingerkraut (Potentilla incana), den Diptam (Dictamnus albus), das Weiße Waldvögelein (Cephalanthera damasonium), den Acker-Klettenkerbel (Torilis arvensis) und den Trift-Hafer (Helictotrichon pratense) finden. Die reichhaltige Ackerflora war z.B. mit Ackerröte (Sherardia arvensis), Saat-Labkraut (Galium spurium vaillantii) und Blauem Gauchheil (Anagallis foemina) vertreten. Am nahegelegenen Heister-Berg konnten wir außerdem ein größeres Vorkommen des Kamm-Wachtelweizens (Melampyrum cristatum) entdecken. Nach einem etwas beschwerlichen Rückweg und einigen erschöpfungsbedingten Ausfällen unter den Teilnehmern beschlossen wir am Ausgangspunkt, die Exkursion zu beenden, zumal es mittlerweile auch sehr heiß geworden war.

 Koordinatensystem für GPS: UTM

 Zusammengestellt von Robert Fritsch

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