Sommerexkursion ins südliche Elsass (Dreiländereck Deutschland, Frankreich, Schweiz)

Die Kiesgrube bei Istein mit artenreicher Pioniervegetation 

Botanische Mehrtagsexkursion  von Sonntag, 18.06.2014 bis Freitag 22.06.2014
Führung: Dr. Hans Reichert, Trier

 

Zur südlichen Oberrheinebene – einmal nicht des Kaiserstuhls wegen

 

Der Kaiserstuhl dürfte das häufigste Ziel botanischer Exkursionen in Südbaden sein. Auch der Botanische Arbeitskreis Nahe-Hunsrück (vormals Schloss Dhaun) war schon zwei Mal dort: erstmals 1975 vor seiner Integration in die POLLICHIA-Kreisgruppe Bad Kreuznach und dann nochmals 1986. Diesmal wurden bewusst nur Ziele im Umkreis des Kaiserstuhls ausgesucht, und zwar sowohl auf deutscher als auch französischer Seite. Diese können – was landschaftliche Vielfalt und floristischen Reichtum betrifft – durchaus mit dem Kaiserstuhl konkurrieren.

Die Exkursion wurde von Dr. Hans Reichert, Otto Schmidt und Wolfgang Steigner vorbereitet, u. a. durch eine Vorexkursion im Mai. Otto Schmidt nutzte dabei Kontakte zu ehemaligen Studienkollegen an der Universität Freiburg, vor allem zum emeritierten Botanikprofessor Dr. Arno Bogenrieder, einem hervorragenden Kenner des Exkursionsgebietes. Er gab entscheidende Hinweise zur Auswahl der Ziele. Wegen Verhinderung durch private Reisen konnten Otto Schmidt und Wolfgang Steigner an der vom 18. bis 22.Juni dauernden Exkursion nicht teilnehmen. Diese, von Dorothea Didlaukies nach guten Erfahrungen wiederum in Kooperation mit einem Busunternehmen organisiert, wurde fachlich von Hans Reichert geleitet. Arno Bogenrieder stand am dritten Tag als Führer zur Verfügung.

Da die Entfernung von Bad Kreuznach nach Südbaden nicht sehr groß ist, konnte schon am Anfahrtstag ein Ziel erwandert werden, das Naturschutzgebiet Jennetal am Schönberg bei Schallstadt-Ebringen südlich Freiburg. Der Schönberg ist eine Bruchscholle am Rand des Oberrheingrabens, die nicht in dessen Tiefe abgesunken ist, sondern quasi auf halbem Weg am Schwarzwaldrand hängen blieb. Es stehen dort hauptsächlich kalkreiche Gesteine des Jura an. In Kombination mit dem trockenwarmen Klima der Oberrheinebene und extensiver Landwirtschaft früherer Zeit boten sie die Voraussetzung zur Entstehung artenreicher Laubwälder und Halbtrockenrasen.

Der in der Nähe von Freiburg geborene Arzt Erwin Sumser (1891-1961) kaufte dort 1931 mehrere Grundstücke mit gefährdeten Pflanzenarten, um sie für den Naturschutz zu sichern. Dieses Gelände ist unter dem Namen „Sumser-Garten“ bekannt, eingezäunt und nur nach Anmeldung zu besichtigen. Da fast alle dort wachsenden Pflanzenarten auch an anderen Stellen des Schönbergs zu finden sind, verzichteten wir auf die Besichtigung und bewegten uns auf einem Teil des sehr weiträumig angelegten Naturlehrpfades.

In den Wäldern und an ihren Rändern fielen sofort die reichen Bestände der Schmerwurz (Dioscorea communis) auf, einer einkeimblättrigen, getrenntgeschlechtlichen Windepflanze mit stark glänzenden, am Grunde herzförmigen und am Ende scharf zugespitzten Blättern. Vom Mittelmeergebiet her erreicht ihr Verbreitungsgebiet gerade noch das südwestliche Deutschland (Saargau bei Trier, Saarland, südliche Oberrheinebene, Hochrhein und Bodensee).

Als noch größere Rarität fanden wir die in Deutschland auf das südliche Baden-Württemberg beschränkte Fieder-Zahnwurz (Cardamine heptaphyllos). Sie fruchtete bereits und fiel durch die teils schon vergilbenden Blätter stärker auf als zur Blütezeit bei der Vorexkursion.

Zu den Arten, die uns bei bisherigen Exkursionen nicht oder nur selten begegnet waren, gehört der Verlot-Beifuß (Artemisia verlotiorum). Wir trafen einen größeren Bestand des aus Ostasien stammenden Neophyten am Rand einer Waldlichtung an.

Von den 30 am Schönberg vorkommenden Orchideenarten (das sind nur zwei Arten weniger als im Kaiserstuhl) fanden wir der Jahreszeit entsprechend nur noch wenige, z. B. die Pyramiden-Orchis (Anacamptis pyramidalis), das große Waldvöglein (Cephalanthera damasonium) und die Bocks-Riemenzunge (Himantoglossum hircinum). Eine weitere große Rarität des Gebietes, das Weiße Veilchen (Viola alba), ist im Juli schon völlig verschwunden. Wir fanden aber an die 30 weitere seltenere Arten, darunter die Schlitzblättrige Karde (Dipsacus laciniatus) und die Ranken-Platterbse (Lathyrus aphaca).

Nach der gut zweistündigen Wanderung, während der hin und wieder etwas Nieselregen fiel, brachte uns der Bus in unser Standquartier, einem Hotel im Zentrum der elsässischen Stadt Mulhouse. Diese hat den Ruf einer eher unansehnlichen Industriestadt – zu Unrecht, wie wir feststellen konnten. Man hat nach einer etwas unorganischen industriellen Wachstumsphase im 19, Jahrhundert, die mit dem Abriss historischer Bausubstanz einherging, in unseren Tagen erfreuliche städtebauliche Akzente gesetzt. Uns faszinierte z. B. immer wieder die Straßenbahn, deren Waggons in modernem Design und deren Schienenstränge streckenweise als Rasenflächen gestaltet sind.

Im Bezug zu den gewählten Exkursionszielen hat Mulhouse die ideale zentrale Lage. So gab es an den folgenden Tagen nur relativ kurze Busfahrten.

Der nächste Tag, der wie alle folgenden Tage durch ideales Exkursionswetter geprägt war, stand unter dem Thema: „Biotope der Oberrheinebene“. Die Rheinregulierung im 19. Jahrhundert führte bekanntlich zur Absenkung des Grundwasserspiegels und damit zu negativen Auswirkungen auf die natürliche Flora und Fauna der Auen. Heute versucht man, diese Schäden zu minimieren. Der Bau des Rheinseitenkanals machte es möglich, eine Strecke des Rheinlaufs unterhalb Basel wieder der natürlichen Gewässerdynamik zu überlassen. Da eine unter Naturschutz stehende Fläche mit Kiesbänken nur mit einem längeren Anmarsch zu Fuß erreichbar ist, suchten wir ersatzweise eine stillgelegte Kiesgrube nahe dem Rheinufer bei Istein auf. Dort hat sich eine ähnliche Pioniervegetation entwickelt wie auf den Kiesbänken im Rhein.

Wir notierten unter anderem die Französische Hundsrauke (Erucastrum gallicum), die zusammen mit anderen submediterranen Arten durch die Burgundische Pforte in die Oberrheinebene eingewandert ist, drei Sumpfkressen- (Rorippa-) Arten, die Hunds-Braunwurz (Scrophularia canina) und vieles mehr.

Nächstes Ziel war die „Petite Camargue Alsacienne“ auf der gegenüberliegenden französischen Seite des Rheins. Eine ehemalige Kaiserliche Fischzuchtanstalt bildete dort die Keimzelle für ein Naturschutzgebiet, in welchem, teils durch Abgrabungen, teils durch Aufstauen von Wasser, eine naturnahe Auenlandschaft wiederhergestellt wurde. In der Fischzuchtanstalt werden wieder Lachse aufgezogen. Wir besichtigten die Anlage, zugleich ein Museum zur Fischfauna und zur Geschichte der Fischzucht. In einem weiteren Gebäude informiert eine Ausstellung über die Geschichte der Rheinregulierung. Wir erfuhren dort unter anderem, dass der französische General Michaud d’Arçon (1733-1800) eine Regulierung propagierte, die gegenüber den späteren Plänen des badischen Ingenieurs Tulla viel weniger radikal in den Flusslauf eingegriffen hätte und nach heutigen Erkenntnissen viel weitsichtiger konzipiert war. Diese Pläne setzten sich jedoch nicht durch.

An botanischen Besonderheiten sahen wir unter anderem die drei Wolfsmilcharten Mandel-Wolfsmilch (Euphorbia amygdaloides), Süße Wolfsmilch (Euphorbia dulcis) und Warzen-Wolfsmilch (Euphorbia verrucosa), sowie einige ansehnliche Exemplare der Schwarzpappel (Populus nigra).

Pflanzenlisten zur Sommerexkursion der POLLICHIA-Gruppe Bad Kreuznach ins südliche Elsass (Dreiländereck Deutschland, Frankreich, Schweiz)

Für die ornithologisch Interessierten boten mehrere Beobachtungsstände gute Sicht auf die reich gegliederte Landschaft aus Teichen, Nasswiesen und Gebüschen. Große Seltenheiten unter den Vogelarten waren zu dieser Jahreszeit nicht zu erwarten, doch sahen wir z. B. einige Seidenreiher, Silberreiher, Graureiher, Weißstörche, Höckerschwäne, Nilgänse, Reiherenten, 1 Turmfalke, Teichhühner, Blässhühner, Buntspechte. 

Allenthalben war noch in den höheren Gehölzen der Gesang der Mönchsgrasmücke, der Amsel und der Singdrossel zu hören, in den niedrigen Ufergehölzen vereinzelt  die Nachtigall und die Gartengrasmücke, sowie im Schilf der Teichrohrsänger.

 

In der offenen Landschaft und an Waldwegen konnten zahlreiche Schmetterlinge beobachtet werden z.B. verschiedene Weißlinge, Zironenfalter, Kleine Eisvögel, Tagpfauenaugen, Märzveilchenfalter, Schachbrettfalrer, Große Ochsenaugen, Braune Waldvögel, Hauhechelbläulinge und Perlgrasfalter. Als Käfer konnte ein verspäteter Feldmaikäfer mit rotem Halsschild beobachtet werden.

 

 

Nächster Haltepunkt war das Dorf Ottmarsheim. Hier gab es eine kulturhistorische Sehenswürdigkeit zu besichtigen: die ehemalige Abteikirche St. Peter und Paul. Sie umfasst romanische bis spätgotische Bauelemente. Etwas Besonderes ist ihr achteckiger Grundriss, der vom Aachener Dom her beeinflusst ist.

Nach halbstündiger Besichtigung fuhren wir zum wenig westlich gelegenen Forsthaus Salzlecke im Hardtwald, dem zweitgrößten Waldgebiet der elsässischen Rheinebene. Den Untergrund bildet ein großer eiszeitlicher Schotterfächer. Dessen Durchlässigkeit führt zu rascher Wasserversickerung. Die Böden sind deshalb wechselfeucht bis trocken. Der Wald ist deshalb kein Auenwald, was schon dadurch angezeigt wird, dass die Traubeneiche die für Auenwälder typische Stieleiche bei weitem übertrifft.

In der Krautschicht fällt die Dominanz zweier Gräser auf: des Wald-Knäuelgrases (Dactylis polygama) und des Berg-Rispengrases (Poa chaixii). Auch der Verschiedenblättrige Schwingel (Festuca heterophylla) zeigte sich in prächtigen Exemplaren. Vom Immenblatt (Melittis melissophyllum), das zur Zeit der Vorexkursion in Mengen blühte, waren nur noch wenige Restblüten zu sehen. Als Anzeiger ziemlich trockener Standorte fielen vor allem die Schwarze Platterbse (Lathrus niger), das Weiße Fingerkraut (Potentilla alba), die Elsbeere (Sorbus trominalis) und die Schwalbenwurz (Vincetoxicum hirundinaria) auf.

Für den nächsten Tag standen Ziele in der Nähe von Rouffach und die kleine Stadt selbst auf dem Programm. Geführt von Arno Bogenrieder, wanderten wir zunächst ein Stück durch den „Niederwald“ bei Hirzfelden; wiederum kein Auenwald, sondern ein von Eichen dominierter Laubwald mit einem hohen Anteil der Flaumeiche (Quercus pubescens). Bedingt durch eine Ortsteinschicht wird die Bewurzelung der Bäume erschwert, weshalb der Wald von Natur aus aufgelichtet ist. Das bedingt das Vorkommen zahlreicher wärmeliebender Arten, die wir im Nahetal eher von sonnendurchglühten Felshängen kennen: z. B. Diptam (Dictamnus albus), Felsen-Fingerkraut (Drymocallis rupestris), Blutroter Storchschnabel (Geranium sanguineum), Weißes Fingerkraut (Potentilla alba), Filz-Brombeere (Rubus canes-cens), Fuchsschwanz-Klee (Trifolium rubens) und Streifen-Klee (Trifolium striatum).

Was die Fülle seltener Pflanzenarten betrifft, wurde das nächste Ziel, der Strangenberg bei Westhalten nahe Rouffach, zum Höhepunkt der Exkursion. Auf Halbtrockenrasen oberhalb von Weinbergen zeigte uns Arno Bogenrieder dort unter anderem folgende Raritäten: Ästige Graslilie (Anthericum ramosum), Weißen Beifuß (Artemisia alba), Kalk-Aster (Aster amellus), Erd-Segge (Carex humilis), Nadelröschen (Fumana procumbens), Blaugrünes Labkraut (Galium glaucum), Gewöhnliche Kugelblume (Globularia bisnagarica), Zarten Lein (Linum tenuifolium), Amethyst-Sommerwurz (Orobanche amethystea), Bibernell-Rose (Rosa spinosissima), Kalk-Blaugras (Sesleria albicans), Kleine Wiesenraute (Thalictrum minus subsp. saxatilis) und Faserschirm (Trinia glauca). Kenner der pfälzischen Flora werden viele Übereinstimmungen mit den Halbtrockenrasen am Grünstädter Berg feststellen.

Der späte Nachmittag war wiederum der Kulturgeschichte und der Geographie gewidmet. Wir bummelten durch die Stadt Rouffach und besichtigten dabei die überwiegend gotische Kirche Mariä Himmelfahrt. Sie wurde während der französischen Revolution von Bilderstürmern heimgesucht, welche den größten Teil des Figurenschmucks zerstörten. Reste beweisen, dass damit Werke hervorragender Bildhauer vernichtet wurden. Erhalten blieb u. a. eine der schönsten Fenster-Rosetten Frankreichs.

Sehenswert waren auch viele Storchennester mit lebhaftem Treiben bei der Jungenaufzucht.

Am folgenden Tag wurden weitere Biotope auf Kalkhügeln im südlichen Baden aufgesucht; zunächst der bekannte Isteiner Klotz, wie der Schönberg eine Scholle aus Jura-Gestein. Ursprünglich stieß eine Schlinge des Rheins gegen den Felsen und schuf einen Prallhang mit teils überhängendem Felsen. Das Dorf Istein war damals ein Fischerdorf unmittelbar am Fluss. Durch die Rheinkorrektur wurde der Fluss vom Dorf weg verlegt.

Botanisch berühmt ist der Isteiner Klotz unter anderem wegen des Vorkommens der Grundblütigen Segge (Carex halleriana). Wir konnten etliche Exemplare an einer Wegböschung besichtigen. Leider war die Böschung kurz zuvor gemäht worden, so dass fast nur noch Blattbüschel zu sehen waren. Das Mähen garantiert andererseits das Überleben der Pflanze an dieser Stelle, da sie ansonsten durch Gebüsch überwachsen würde.

Erfreulich zahlreich zeigte sich in Weinbergen die Acker-Ringelblume (Calendula arvensis), während die Maus-Wicke (Vicia narbonensis) seit der Vorexkursion infolge von Mulchen einer Weinbergsböschung verschwunden war. Am Rand des Wanderpfades fanden wir im Gebüsch mehrere Exemplare der Pimpernuss (Staphylea pinnata) und an Stellen mit reichem Efeu-Bewuchs immer wieder die Efeu-Sommerwurz (Orobanche hederae)..

Nach der Mittagsrast in einem an einen Aussiedlerhof angegliedertes Ausflugsrestaurant inmitten der Weinberge stiegen wir über einen Treppenpfad ins Dorf hinab und erfreuten uns an dem reichen, mediterran anmutenden Blumenschmuck und an den malerischen Fischerhäusern.

Dann fuhren wir an Lörrach vorbei zu einem Wanderparkplatz bei Rührberg nördlich Wyhlen. Dort wanderten wir durch schöne Buchen-Altholzbestände auf dem sogenannten Chrischonaweg bis zur Schweizer Grenze, um die dortigen alten Grenzsteine zu besichtigen. Unterwegs fanden wir neben der dekorativen und während der Exkursion schon oft beobachteten Hänge-Segge (Carex pendula) die seltenere Dünnährige Segge (Carex strigosa).

Auf eine Wanderung ins angrenzenden Naturschutzgebiet Ruschbachtal musste wegen des damit verbundenen Abstiegs und Wiederaufstiegs mit Rücksicht auf ältere Exkursionsteilnehmer verzichtet werden. Die dort vorkommenden Schluchtwald-Arten konnten wir jedoch größtenteils bei einem kurzen Abstecher zum Leuengraben im Naturschutzgebiet Augstberg bei Rheinfelden-Herten besichtigen. Im sich erweiternden Ausgang des Kerbtales gibt es ein Massenvorkommen des Bärlauchs (Allium ursinum), reiche Bestände der Hirschzunge (Asplenium scolopendrium) und kleinere Gruppen des Gelben Eisenhutes (Aconitumlycoctonum), des Schuppenkopfes (Dipsacus pilosus) und des Klebrigen Salbeis (Salvia glutinosa).

Letztes Tagesziel war der Buchsweg im Naturschutzgebiet Hornfels bei Grenzach kurz vor Basel und der Schweizer Grenze. Dort lernten wir die verheerenden Folgen kennen, die seit 2006 durch die Einschleppung des aus Asien stammenden Buchsbaum-Zünslers verursacht werden. Die teils fast baumhohen, alten Buchsbestände entlang der gesamten Hänge des Hochrheins bestehen nur noch aus größtenteils abgestorbenen, braun vertrockneten Büschen. Einst eine Zierde des wärmeliebenden Laubwaldes, verunzieren sie ihn jetzt eher. Zwar treiben an fast allen Buchsbaum-Individuen kleine Zweige wieder aus, doch ist unsicher, ob sie den Kampf bestehen werden. Es wird zwar wohl jetzt auch zum Zusammenbruch der Schädlingspopulation kommen, da sie ihre Nahrungsgrundlage weitgehend vernichtet hat. Wie sich das auswirken wird, kann nur abgewartet werden. Insektizide einzusetzen, verbietet sich wegen der reichen Kleintierfauna der Wälder.

Am letzten Exkursionstag verbanden wir die Heimfahrt mit einem Halt im malerischen Städtchen Kaysersberg, dem Geburtsort von Albert Schweitzer. Ihm ist ein Museum in seinem Geburtshaus gewidmet, das von mehreren Exkursionsteilnehmern besichtigt wurde. Andere stiegen über Treppen zur Burg hinauf und studierten die typische Burgenflora mit Stink-Andorn (Ballota nigra), Graukresse (Berteroa incana), Goldlack (Erysimum cheiri), Weichselkirche (Prunus mahaleb) und anderen. Nach Stadtbummel mit Mittagsrast wurde die Rückfahrt nach Bad Kreuznach angetreten.

Jost Didlaukies dankte während der Fahrt im Namen der POLLICHIA-Kreisgruppe Bad Kreuznach allen an der Durchführung Beteiligten für die erlebnisreiche Exkursion.

Zusammengestellt von Dr. Hans Reichert, Trier