Botanische Exkursionen im Bereich der Eifel

 

 
 
Die Sommerflora in Gerolstein und Umgebung
 
Moore, Heiden und Magerwiesen in der Eifel bei Prüm
 
Charakteristische Biotope am Übergang von der Eifel zur Niederrheinischen Bucht (Umgebung von Aachen und Düren)
 
Magerwiesen, Trockenrasen, Kalk-Flachmoore und Wälder in der nordrhein-westfälischen Nordeifel

 

 

 

 

 

 

 


Die Sommerflora in Gerolstein und Umgebung


Die Bergkuppe Seiderath bei Berlingen 

 
Botanische Mehrtagsexkursion von Donnerstag, 07.06.2012 (Fronleichnam) bis Sonntag Vormittag 10.06.2012
Führung: Dr. Hans Reichert, Trier

Artenreiche Pflanzenbiotope auf Vulkangestein und Dolomit

Beim Stichwort Eifelvulkanismus denken wohl die meisten an die Maare bei Daun, den Laacher See und die nicht weit von diesem entfernten Basaltvorkommen bei Mayen. Gerolstein ist dagegen vor allem wegen seiner imposanten Felskulisse aus mittel- bis oberdevonischem Riffkalk bekannt und weniger dadurch, dass es ebenfalls ein Zentrum sehr junger Vulkanausbrüche ist. Der Sarresdorfer Lavastrom, genannt nach einem ehemaligen Dorf, das heute ins Stadtgebiet einbezogen ist, wird von einigen Autoren als der jüngste Lavastrom der Eifel betrachtet. Er dürfte vor 10.000 bis 11.000 ungefähr zeitgleich mit dem Ulmener Maar, dem jüngsten Eifelmaar, entstanden sein, und damit später als der Laacher See, wo der katastrophale Ausbruch vor 12.900 Jahren stattfand. Allerdings sollen kleinere Aktivitäten im Bereich des Laacher Sees auch erst vor etwa 11.000 Jahren erloschen sein.

Die geologische Vielfalt der Umgebung von Gerolstein beruht nicht nur auf dem Nebeneinander von dolomitisiertem Kalk, Vulkanasche und Basalt. Es reichen auch noch unterdevonische Grauwacken und Schiefer sowie der dem Erdmittelalter angehörende Buntsandstein heran. Das bedingt eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Lebensgemeinschaften vom Trockenrasen bis zum Quellmoor, vom Felsengebüsch bis zum Auenwald, von der lückenhaften Pioniervegetation in der Lavagrube bis zum üppigen Grün des Schluchtwaldes.

Vom 7.bis 10. Juni bot der Botanische Arbeitskreis der POLLICHIA-Kreisgruppe Bad Kreuznach Gelegenheit, all dies unter Leitung von Dr. Hans Reichert (Trier) kennenzulernen. Standquartier war das Hotel Huschens in Gerolstein-Michelbach, in einem kleinen Dorf unmittelbar an einem munter plätschernden Quellbach gelegen.

Noch am Anreisetag (7. Juni) fand nachmittags eine Rundwanderung statt, die, ausgehend vom Gerolsteiner Trockenmaar über die Hagelskaule (Ausbruchsstelle des Sarresdorfer Lavastroms), Papenkaule (Vulkankrater) zur Munterlay (Dolomitfelsbastion) und von dieser am westlichen Hangfuß des Munterley-Plateaus zurück. Obwohl eine Gewitterstörung angekündigt war, konnten wir den gesamten Weg bei trockenem, angenehmem Wanderwetter zurücklegen.

Die Munterlay über Gerolstein
Felsen-Steinkraut (Alyssum saxatile) an einer Felswand der Munterlay
Die Papenkaule
Brauner Feuerfalter (Heodes tityrus)

Gleich zu Beginn der Wanderung wurde am Rand des kiesig-sandigen Parkstreifens Orobanche caryophyllacea gefunden. Zunächst ging es auf ebenem Feldweg durch mäßig gedüngte Wiesen, an deren Rand reichlich Rhinanthus alectorolophus wuchs. An einem Bergsporn, mit dem sich der Saaresdorfer Lavastrom abzeichnet, bogen wir auf einen bergauf in Buchenmischwald hineinführenden Pfad ab. Die ansonsten entlang solcher Pfade bei Gerolstein häufige Carex digitata sahen wir hier nicht. Bald erreichten wir eine Felsbank mit dunkler, sehr poröser Lava. Weiter aufwärts stießen wir auf einen höhengleichen Pfad, dem wir nach rechts folgten. Nach weniger als 50 Metern führte er uns aus dem Lavagebiet heraus zu hohen Felswänden aus oberdevonischem Dolomit, wie er für die Gerolsteiner Kalkmulde charakteristisch ist. In einer feuchten Felsnische sahen wir Asplenium scolopendrium und an den Felswänden Asplenium.trichomanes, zumindest teilweise in Form der Unterart pachyrachis, deren Wedel eng an den Fels angepresst sind. Als geologische Besonderheit ist dort eine kurze Tropfsteinhöhle, die Buchenlochhöhle zu besichtigen. In ihr wurden prähistorische Spuren von Tieren und Menschen gefunden.

Wir kehrten um und wanderten auf dem höhengleichen Weg zurück zur Hagelskaule, der Ausbruchsstelle des Sarresdorfer Lavastroms. Entgegen dem Namen Kaule ist sie nicht als Krater erhalten, da die erstarrende Lava diesen auffüllte. An bizarren Lavafelsen vorbei ging es durch lichten Niederwald mit artenreicher Krautschicht (Cephalanthera damasonium, Libanotis pyrenaica, Neottia nidus-avis, Platanthera chlorantha, Primula elatior). Den Wald verlassend, standen wir bald vor der Papenkaule, einem heute schüsselförmigen Vulkankrater von ca. 20 m Tiefe und 100 m Durchmesser. Dass sich an dieser Stelle kein Vulkankegel bildete, liegt daran, dass die aufsteigende Lava vor Erreichen der Erdoberfläche durch Klüfte im Kalkgestein seitlich ausbrach und in der Hagelskaule ausfloss. So blieb der Krater ungefüllt. Wegen des klüftigen Kalkgesteins kann sich in ihm auch kein Wasser ansammeln wie bei dem zweiten bekannten Vulkankrater am Mosenberg. Die Papenkaule ist kein Maar. Maar-Eruptionen liefen anders ab.

Botanisch ist die Papenkaule wegen ihrer Magerrasen bekannt. Wir notierten Alchemilla monticola, Arabis hirsuta, Avenochloa pratensis, Carum carvi, Chaerophyllum aureum, Galium pumilum, Genista sagittalis, Helianthemum nummularium subsp. nummularium, Orobanche caryophyllacea, Scleranthus polycarpos, Sedum forsterianum und Silene viscaria. Der Zierliche Mauerpfeffer ist von zierlichen Formen des Felsen-Mauerpfeffers leicht dadurch zu unterscheiden, dass seine Blütenstandsäste (fast) keine schuppenförmigen Hochblätter aufweisen, die bei Sedum rupestre reichlich vorhanden sind.

Nach der Mittagsrast wanderten wir in Richtung Munterley. Das Plateau ist dort von mächtigen Felswänden umrahmt, die zum Kylltal hin abstürzen. Im Randbereich des Plateaus gibt es artenreiche Magerrasen mit reichen Vorkommen von Polygala calcarea. Weiterhin sahen wir dort Dactylorhiza maculata, Ophrys apifera, Polygala comosa und Trifolium montanum.

Mehrere recht isoliert vorkommende botanische Besonderheiten gibt es an der Felskante und auf den Felswänden der Munterley. Das spektakulärste ist ein Vorkommen von Hieracium bifidum, das wir leider nicht fanden. Die nächsten Vorkommen liegen über 300 km entfernt im Harz, im Fichtelgebirge und in der Fränkischen und Schwäbischen Alb. Das Habichtsraut wächst nur an hoch aufragenden Felsen, die immer frei von Baumwuchs waren. Auch Festuca pallens und Seseli libanotis (Libanotis montana), die im Nahetal nicht selten sind, kommen in der Eifel nur hier und an wenigen anderen Stellen vor. Ebenso isoliert ist das Vorkommen von Aurinia saxatilis (Alyssum saxatile), das aber wahrscheinlich auf Einschleppung durch den Menschen beruht.

Als weitere bemerkenswerte Arten sahen wir Acinos arvensis, Arabis hirsuta, Cardaminopsis arenosa subsp. borbasii, Helianthemum nummularium (Übergangsformen zwischen den Unterarten nummularium und obscurum), Hieracium schmidtii, Hippocrepis comosa und Sesleria albicans.

Der Rückweg führte am Fuß der teils bedrohlich überhängenden und an einer Stelle mit Betonstützen abgesicherten Felswände entlang. In der Krautschicht des Waldes trafen wir auf üppige Exemplare von Actaea spicata. An einer Stelle wuchs am Waldsaum Aconitum lycoctonum.

Wie üblich waren einige schwer bestimmbare Pflanzen gesammelt worden. In abendlicher Runde wurden sie von besonders eifrigen Exkursionsteilnehmern mit Hilfe mitgebrachter Mikroskpe und Binokulare in einem separaten Raum des Hotels bestimmt.

Am nächsten Tag (8. Juni) wurde zunächst das Naturschutzgebiet „Trilobitenfelder bei Gees“ nordöstlich Gerolstein angefahren, das zugleich eine Wacholderheide ist. Die bekannte Fossilfundstätte steht aus geologischen und botanischen Gründen unter Naturschutz. In der Wacholderheide notierten wir folgende seltenen oder für den Biotop typischen Arten:

Alchemilla monticola, Asperula cynanchica, Avenochloa pratensis, Carex montana, Cirsium acaule, Dactylorhiza maculata, Gentianella germanica (verdorrte vorjährige Blütenstände und Blattrosetten), Gymnadenia conopsea, Hippocrepis comosa, Koeleria pyramidata, Listera ovata, Ophrys insectifera, Polygala amarella, Polygala calcarea, Ranunculus nemorosus, Rhinanthus minor, Rosa dumalis, Sanguisorba officinalis, Sesleria albicans, Tragopogon pratensis und Trifolium montanum.

Wir fuhren nur wenige 100 m weiter und wanderten zum Quellmoor Gerolsteiner Moß (auch Moss geschrieben). Es war in früheren Jahrhunderten ein offenes Moor mit einer Vielzahl von sehr seltenen Pflanzenarten. Wahrscheinlich wurde es damals durch die Gewinnung von Brennholz und Streu baumfrei gehalten. Durch die Aufgabe der Nutzung hat es sich völlig bewaldet, und viele der einst vorkommenden Arten sind dadurch verschwunden.

Das NSG " Trilobitenfelder bei Gees"
Wiesen-Storchschnabel (Geranium pratense) im NSG "Trilobitendelder bei Gees"
Das Quellmoor NSG "Gerolsteiner Moss"

Hain-Gilbweiderich (Lysimachia nemorum)

Die folgende Tabelle zeigt die durch Fundmeldungen namhafter Botaniker bis Mitte des 20. Jahrhunderts dokumentierten Raritäten. Die fett gedruckte Jahreszahl 2012 in der letzten Spalte bedeutet, dass wir die Pflanze bei der Exkursion als noch vorhanden bestätigen konnten.

 

Pflanzenvorkommen im NSG Moss (Moß) bei Gerolstein einst und jetzt

Wissenschaftlicher Name

Deutscher Name

Letzte Fundmeldung

Alnus x pubescens

Bastard Grau- und Schwarzerle

Wirtgen 1857

Carex diandra

Draht-Segge

Thielens 1872

Carex distans

Entferntährige Segge

Thielens 1872

Carex lasiocarpa

Faden-Segge

2012

Carex pulicaris

Floh-Segge

Thielens 1872

Dactylorhiza incarnata

Fleischfarbenes Knabenkraut

Thielens 1872

Dactylorhiza maculata

Geflecktes Knabenkraut

2012

Daphne mezereum

Seidelbast

Reichert 2005

Drosera rotundifolia

Rundblättriger Sonnentau

Schmidt 1982

Eleocharis quinqueflora

Wenigblütige Sumpfsimse

Thielens 1872

Epipactis palustris

Sumpf-Ständelwurz

Schneider 1986

Erica tetralix

Glockenheide

Schwickerath 1954

Eriophorum angustifolium

Schmalblättriges Wollgras

Schwickerath 1954

Eriophorum latifolium

Breitblättriges Wollgras

Thielens 1872

Eriophorum vaginatum

Scheidiges Wollgras

2012

Geum rivale

Bach-Nelkenwurz

2012

Huperzia selago

Tannen-Bärlapp

Busch 1941

Isolepis (Scirpus) fluitans

Flutende Schuppensimse

Thielens 1872

Juncus squarrosus

Sparrige Binse

Busch 1941

Juncus subnodulosus

Stumpfblütige Binse

Thielens 1872

Juncus tenageia

Sand-Binse

Thielens 1872

Luzula congesta

Gedrängtblütige Hainsimse

Bochkoltz um 1850

Lycopodium clavatum

Sprossender Bärlapp

Thielens 1872

Menyanthes trifoliata

Fieberklee

Schneider 1986

Pedicularis palustris

Sumpf-Läusekraut

Thielens 1872

Pedicularis sylvatica

Wald-Läusekraut

Thielens 1872

Platanthera bifolia

Zweiblättrige Waldhyazinthe

Thielens 1872

Potentilla palustris

Sumpf-Blutauge

Thielens 1872

Pseudorchis albida

Weißzunge

Busch 1941

Ranunculus sceleratus

Gift-Hahnenfuß

Thielens 1872

Rhynchospora alba

Weißes Schnabelriet

Thielens 1872

Rhynchospora fusca

Braunes Schnabelriet

Thielens 1872

Trichophorum germanicum

Deutsche Haarsimse

Busch 1941

Vaccinium oxycoccos

Moosbeere

2012

 

Von Vaccinium oxycoccos konnten wir nur noch an einer einzigen Stelle wenige Exemplare finden. Das Vorkommen könnte also kurz vor dem Erlöschen stehen.

Wie so oft beruhte der floristische Reichtum des Moores auf extensiver Nutzung. Nach deren Aufhören ist es in den ursprünglicheren Zustand eines Moorwaldes zurückgekehrt. Mag dieser auch artenärmer sein, so hat er dennoch seinen Wert, und das Moor ist auch in seinem jetzigen Zustand schutzwürdig. Einige für Waldmoore typische Arten haben sich erfreulich vermehrt. Möglicherweise ist die eine oder andere neu hinzugekommen.

Wir haben folgende bemerkenswerte Arten notiert:

Agrostis canina, Betula pubescens, Carex canescens, Carex echinata, Carex flacca, Carex remota, Crepis paludosa, Equisetum sylvaticum, Galium palustre, Glyceria fluitans, Impatiens noli-tangere, Juncus acutiflorus, Juncus inflexus, Lysimachia nemorum, Lysimachia vulgaris, Maianthemum bifolium (in Mengen), Paris quadrifolia, Platanthera chlorantha, Polygonatum verticillatum (zahlreich), Prunus padus, Rubus (bemerkenswerte Regionalarten), Selinum carvifolia, Silaum silaus und Trientalis europaea (in großen Mengen)

Einige interessante Funde gab es auch beim Weg von den Autos zum Moor und zurück an den Rändern der Waldwege: Aconitum napellus, Actaea spicata, Arctium nemorosum, Dactylis polygama und Rubus saxatilis. Lunaria rediviva wächst reichlich in einer feuchten Zone nahe dem Heidkopf.

Nächstes Ziel war die Bergkuppe Seiderath bei Berlingen, die wegen ihrer artenreichen Kalk-Magerrasen bekannt ist. Leider war fast das gesamte Areal gerade von Schafherden abgeweidet worden, so dass wir nur am Rand einige ungestörte Flächen antrafen.

In der folgenden Tabelle sind alle bedeutsamen Arten aufgeführt, die entweder von Robert Fritsch im Verlauf mehrere Begehungen oder von anderen (siehe Namen in der Liste) nachgewiesen wurden. Die, welche wir bei unserer Exkursion antrafen, sind mit der fett gedruckten Jahreszahl 2012 versehen.

So weit keine Findernamen in Klammern angegeben sind, wurden die Vorkommen von Robert Fritsch in den letzten Jahren bestätigt.

Wissenschaftlicher Name

Letzte Fundmeldung

Wissenschaftlicher Name Letzte Fundmeldung

Actaea spicata

  Koeleria macrantha 2012

Alchemilla glabra

  Koeleria pyramidata  
Alchemilla monticola  2012 Lathyrus tuberosus   (85 Hoffmann)
Antennaria dioica   Lepidium perfoliatum   (79 Hoffmann)
Anthemis tinctoria   (79 Hoffmann; 87 Hand) { 12-036 Leucanthemum vulgare  
Asperula cynanchica   (79, 95 Hoffmann) Microthlaspi perfoliatum  

Astragalus glycyphyllos  

(87 Hand, Rebske) Monotropa hypophegea   (85 Hoffmann)

Avenochloa pratensis  

2012 Neottia nidus-avis   (79 Hoffmann; 87 Hand, Rebske)
Bromus benekenii   (79 Hoffmann) Ophrys insectifera  
Bunium bulbocastanum 2012 Orchis mascula  
Cardamine bulbifera   (NO-Teil: 87 Hand, Rebske) Orchis morio  
Carex caryophyllea   Orchis purpurea   (F.Hörter in 78 Hoffmann)
Carex montana   Phyteuma orbiculare ssp. orbiculare   (Kuppe: 87 Hand, Rebske)
Carex pulicaris   (86 Hoffmann) Platanthera bifolia   (F.Hörter in 78 Hoffmann)
Carum carvi   2012 Platanthera chlorantha   2012
Centaurea pannonica   Polygala calcarea   2012
Cephalanthera damasonium   2012 (reichlich in Gehölzen am Westhang)

Gentianella germanica  

(79 Hoffmann)
Cephalanthera longifolia   (F.Hörter in 1978 Hoffmann) Geum rivale  
Cirsium acaule   2012 Gymnadenia conopsea   2012
Cirsium tuberosum   (81 Hoffmann) Herminium monorchis  
Cotoneaster integerrimus  (sw Umsetzer: 87 Hand, Rebske)

Hippocrepis comosa

2012
Crepis praemorsa 2012 Polygala comosa  
Dactylorhiza maculata 2012 Prunella grandiflora  
Daphne mezereum   Pulsatilla vulgaris  
Epipactis muelleri   (Südhang: 87 Hand; 79, 95 Hoffmann) Pyrus pyraster  
Epipactis palustris   (85 Hoffmann) Rhinanthus serotinus  
Euphorbia exigua   (79 Hoffmann) Rosa micrantha  
Euphrasia officinalis ssp. rostkoviana   (95 Hoffmann) Silaum silaus  (Nordhang: 87 Rebske)
Galium album subsp. pycnotrichum   Thesium pyrenaicum   (mehrfach: 87 Hand, Rebske; 84, 95 Hoffmann)
Galium saxatile   (79 Hoffmann) Trifolium montanum   2012
Gentianella ciliata   Valeriana dioica   (79 Hoffmann)

Juniperus communis

2012    

 

Da bis zum Abendessen noch Zeit war, fuhr eine Gruppe von Interessierten nach Birresborn-Rom, um das dortige einzige Vorkommen des Frauenschuhs in der Region Trier zu sehen. Wir fanden es dank der Führung durch ein AHO-Mitglied und zählten 80 Exemplare.

Auch für eine kurze Begehung der schönen, nördlichsten Waldwiese im Quellgebiet des Remelbachtales reichte es noch. Wie schon so oft war die Suche nach Euphrasia frigida vergeblich. Dafür fand Hans Faus im sumpfigen Bereich wenige Exemplare von Orchis ustulata und Ophioglossum vulgatum, der Exkursionsleiter im oberen Randbereich Botrychium lunaria. Dort stand auch ein prächtiges Exemplar des Sommer-Steinpilzes (Boletus reticulatus).

Ein kurzer Besuch wurde dem Kohlendioxid-Geysir in Wallenborn abgestattet.

Alle Ziele des dritten Exkursionstags (9. Juni) hatten etwas mit dem vielfältigen Vulkanismus der Gerolsteiner Gegend zu tun. Besucht wurde das Ende des Sarresdorfer Lavastroms nahe den Grünanlagen an der Kyll in Gerolstein, ein Basaltsteinbruch in Hohenfels-Essingen, die alte Vulkankuppe des Ernstberges und die große Lavagrube bei Kirchweiler

Basaltsteinbruch Hohenfels-Essingen
Weißstreifiger Distelbock (Agapanthia cardui)
Massenvorkommen des Silberblatts (Lunaria rediviva) am Ernstberg
Rotmilan (Milvus milvus) unterhalb des Ernstbergs im Bereich der Windräder
Lavagrube von Hinterweiler
Pioniergesellschaften in einer Lavagrube

Nur kurz soll über den Rundgang durch die Gerolsteiner Parkanlagen berichtet werden. Dort achteten wir auf den Baumbestand aus einheimischen und gepflanzten Arten sowie auf die Ufervegetation entlang der Kyll. Das Ende des Sarresdorfer Lavastromes, des jüngsten in der Eifel, wurde beim Bau der Eisenbahnlinie angeschnitten und ist deshalb von einer Fußgängerbrücke aus gut zu sehen.

Der Basaltsteinbruch Hohenfels-Essingen ist stillgelegt und darf von jedermann betreten werden. Es führt sogar ein Wanderweg hindurch. Die Hoffnung, in einem Pionierwald vor den Steinbruchwänden ein vor wie Jahren angetroffenes riesiges Massenvorkommen von Pyrola minor zeigen zu können, erfüllte sich nicht. Der Wald ist, um den Blick auf die Basaltwände zu öffnen, vor kurzem größtenteils gerodet worden. In den verbliebenen Restgehölzen gibt es aber zum Glück immer noch etliche Hundert Pyrola-Exemplare, so dass sich das Vorkommen halten und sogar wieder vergrößern wird. Vergesellschaftet ist das Wintergrün mit zahlreichen, teils mächtigen Exemplaren von Platanthera chlorantha. Auch Dactylorhiza maculata wächst hie und da.

Weiterhin fanden wir Anthyllis vulneraria subsp. carpatica var. pseudovulneraria, Erigeron acris subsp. acris und Pilosella piloselloides. Einen kleinblütigen Augentrost mit sehr gedrungenem Wuchs und Blättern wie von Euphrasia stricta konnten wir nicht bestimmen.

Der bedeutsamste Fund war jedoch eine durch Bastardierung entstandene Habichtskraut-Art aus der Gruppe der Mausohr-Habichtskräuter: Pilosella brachiata, die zwischen dem Öhrchen-Habichtskraut (Pilosella lactucella) und dem Mausohr-Habichtskraut (Pilosella officinarum) vermittelt.

Nächstes Tagesziel war der 699 m hohe Ernstberg, die zweithöchste Erhebung der Eifel, eine Vulkanruine mit einem Lavastrom und einem Schlackenkegel. Botanisch bekannt ist er wegen eines riesigen Massenvorkommens von Lunaria redivia, das alle Exkursionsteilnehmer beeindruckte. Als weitere bemerkenswerte Arten sahen wir Arctium nemorosum; am westlichen Fuß in einer kleinen Lavagrube Sedum forsterianum und noch nicht blühende Exemplare von Carduus nutans, die wir wegen ihrer Mächtigkeit zunächst nicht zuzuordnen wussten.

Wenige Kilometer weiter fanden wir in der großen Lavagrube von Hinterweiler, für die wir freundlicherweise eine Betretungserlaubnis des Eigentümers erhalten hatten, so ziemlich alle Arten, die für Pioniergesellschaften in Lavagruben der Eifel typisch sind. Darunter die erst in jüngster Zeit eingewanderten Neophyten Epilobium brachycarpum und Senecio inaequidens; außerdem Acinos arvensis, Barbarea vulgaris subsp. arcuata, Oenothera glazioviana, Pilosella cymosa, Pilosella piloselloides und Pilosella cf. ziziana.

 

Am letzten Exkursionstag fuhren wir ins Kylltal südwestlich von Gerolstein in der Umgebung des Ortes Birresborn. Dort suchten wir das Naturschutzgebiet Hundsbachtal und kurz den Basaltseinbruch auf.

Im Hundsbachtal war der bemerkenswerteste Fund ein Exemplar von Lathraea squamaria am Rand des Wanderpfades auf dem Talgrund.

Im Steinbruch wachsen reichlich Epilobium brachycarpum, Filago minima und Senecio inaequidens. Leider reichte die Zeit nicht, um die formenreichen Mausohr-Habichtskräuter (Gattung Pilosella) zu untersuchen. Ein mitgenommener Beleg dürfte zu Pilosella ziziana gehören.

Beeindruckt von den vielfältigen botanischen, geologischen und landschaftlichen Eindrücken steuerten die Teilnehmer von Birresborn aus den Heimweg über den Autobahnanschluss Dhaun an.

Zusammengestellt von Dr. Hans Reichert, Trier


Moore, Heiden und Magerwiesen in der Eifel bei Prüm


Biber-Biotop im Tal des Primmerbaches bei Kesfeld


 
Botanische Mehrtagesexkursion von Freitag, 08.07.2011 bis Sonntag, 10.07.2011
Führung: Prof. Dr. Barbara Ruthsatz, Trier und Dr. Hans Reichert, Trier

Bericht über die Exkursion des Botanischen Arbeitskreises Nahe-Hunsrück

in der POLLICHIA Kreisgruppe Bad Kreuznach

vom 8. bis 10. Juli 2011 in der Umgebung von Prüm/Eifel

 

Fachliche Exkursionsleitung

Dr. Barbara Ruthsatz, Trier, Universitätsprofessorin (Geobotanik) i. R.

unter Beteiligung von Beate Jacob, Schönecken (Biotopbetreuerin im Landkreis Bitburg-Prüm)

und Einzelbeiträgen von Marita Mosebach, Giesdorf bei Prüm, Gästeführerin (Kulturgeschichte) und Inge Kockelmann, Kesfeld bei Prüm (Bibervorkommen, Westwall-Höckerlinie)

Organisatorische Planung

Dorothea und Jost Didlaukies, Meisenheim, Dr. Hans Reichert, Trier, und Günter Wrusch, Meisenheim

Standquartier

Hotel Tannenhof in Prüm

Ablauf der Exkursion und Pflanzenlisten

Freitag, 8. Juli

Die 14 Teilnehmer (incl. Exkursionsleitern) trafen sich auf einem Parkplatz im Zentrum von Schönecken. Die Kleinstadt liegt in der Prümer Kalkmulde, einer der neun Eifel-Kalkmulden, in denen mittel- und oberdevonischer Kalkstein und Dolomit anstehen. Die Kalkmulden sind bekannt für botanisch bedeutsame Halbtrockenrasen und Flachmoore. Diese sind allerdings nur noch inselartig in landwirtschaftlich intensiv genutzter Umgebung erhalten geblieben. Die meisten davon konnten in der 80er und 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts als Naturschutzgebiete ausgewiesen werden. Die Exkursionsteilnehmer bekamen Teile des insgesamt 865 großen Naturschutzgebietes "Schönecker Schweiz" zu sehen, das sowohl Wälder als auch Offenland umfasst.

Kalk-Magerrasen am südexponierten Hang der Iltgesdell (5804/23)

Beide Hänge der Iltgesdell werden durch Schafbeweidung gepflegt und zeigen sich in erfreulichem Zustand. Die Biotopbetreuerin Frau Jacob hat die Flächen von ihrem Wohnhaus aus im Blick.

Pflanzenliste

Pflanzenarten, die während der Exkursion nicht gesehen wurden, aber nach Angaben der Exkursionsleiterinnen vorkommen, sind in der dritten Spalte mit dem Buchstaben A gekennzeichnet. Das gilt für alle Pflanzenlisten.

Deutscher Name Wissenschaftliche Name Deutscher Name Wissenschaftliche Name
Kleiner Odermennig Agrimonia eupatoria Tüpfel-Johanniskraut Hypericum perforatum

Wundklee 

Anthyllis vulneraria, Unterart nicht bestimmt, zu überprüfen! Wiesen-Platterbse Lathyrus pratensis
Behaarte Gänsekresse Arabis hirsuta Rauer Löwenzahn Leontodon hispidus
Hügel-Meister                        Reichlich, in größeren Beständen Asperula cynanchica Magerwiesen-Margerite Leucanthemum vulgare
Wiesen-Hafer                        Reichlich Avenochloa pratensis Purgier-Lein Linum catharticum
Fieder-Zwenke Brachypodium pinnatum   Gewöhnlicher Hornklee Lotus corniculatus
Zittergras Briza media Hopfenklee Medicago lupulina

Aufrechte Trespe

Bromus erectus Kriechende Hauchechel Ononis repens
Knäuel-Glockenblume Campanula glomerata Brand-Knabenkraut                A Orchis ustulata
Erd-Segge Carex humilis Nelken-Sommerwurz                        Parasitierend auf Galium-Arten Orobanche caryophyllacea 
Berg-Segge Carex montana

Große Sommerwurz                        Parasitierend auf Centaurea scabiosa

Orobanche elatior
Golddistel Carlina vulgaris Pastinak subsp. urens Pastinaca sativa 
Skabiosen-Flockenblume Centaurea scabiosa Kleine Bibernelle Pimpinella saxifraga
Herbstzeitlose                        Wechselfeuchte Stelle Colchicum autumnale Große Braunelle Prunella grandiflora
Kornelkirsche                        A Cornus mas Gewöhnliche Küchenschelle Pulsatilla vulgaris
Blutroter Hartriegel Cornus sanguinea subsp. sanguinea Kleiner Klappertopf Rhinanthus minor 
Scharfes Berufkraut Erigeron acris

Alpen-Johannisbeere                        Gedrungen wachsende Form des unbeschatteten Standortes

Ribes alpinum
Kleines Labkraut Galium pumilum

Gold-Johannisbeere                        Kulturrelikt, durchgewachsene Unterlage einer Kultur-Johannisbeere

Ribes aureum
Echtes Labkraut Galium verum Hunds-Rose                        Häufigste Rosenart Rosa canina
Färber-Ginster Genista tinctoria Wein-Rose Rosa rubiginosa
Fransen-Enzian                      A Gentianella ciliata Filz-Rose Rosa tomentosa 
Deutscher Enzian                   A Gentianella germanica  Wiesen-Salbei Salvia pratensis
Weicher Storchschnabel Geranium molle Kleiner Wiesenknopf Sanguisorba minor
Gewöhnliche Kugelblume, (G. punctata) Globularia bisnagarica  Tauben-Skabiosa Scabiosa columbaria 

Gewöhnliches Sonnenröschen                        Siehe Anmerkung unterhalb der Tabelle     

Helianthemum nummularium Edel-Gamander Teucrium chamaedrys
Hufeisenklee Hippocrepis comosa Feld-Thymian Thymus pulegioides

Desetangs Johanniskraut                  Teils unmittelbar neben H. perforatum

Hypericum desetangsii Mehlige Königskerze Verbascum lychnitis 
Behaartes Johanniskraut Hypericum hirsutum Wolliger Schneeball Viburnum lantana

Von Helianthemum nummularium wurde überwiegend die Unterart obscurum gefunden. Vereinzelt gab es aber auch subsp. nummularium und Übergangsformen.

Magerrasen "Auf Icht" (5804/24)

Die Fläche liegt neben einem breiten Feldweg inmitten von Ackerland. Sie wurde mit einem Stacheldrahtzaun umgeben, um eine Viehweide vorzutäuschen. Das hat zumindest bis jetzt die Ablagerung von Unrat verhindert.

Pflanzenliste

Deutscher Name Wissenschaftlicher Name Deutscher Name Wissenschaftlicher Name
Genfer Günsel                        A Ajuga genevensis  Gewöhnliche Kugelblume                (G. punctata) Globularia bisnagarica 
Hügel-Meister Asperula cynanchica Nelken-Sommerwurz                        Parasitierend auf Galium-Arten Orobanche caryophyllacea 
Zittergras Briza media  Große Sommerwurz                        Parasitierend auf Centaurea scabiosa Orobanche elatior
Berg-Segge Carex montana Sumpf-Kreuzblume Polygala amarella
Golddistel Carlina vulgaris Wiesen-Salbei Salvia pratensis
Skabiosen-Flockenblume Centaurea scabiosa Feld-Thymian Thymus pulegioides
Stängellose Distel Cirsium acaule Berg-Klee Trifolium montanum
Grüne Hohlzunge                    A Coeloglossum viride Raues Veilchen Viola hirta
Echtes Labkraut Galium verum

Nordöstlich der eingezäunten Fläche wächst auf einer kleinen Magerwiese am Waldrand reichlich Thesium pyrenaicum (Wiesen-Leinblatt).

Auf einer eutrophierten Fläche am südwestlichen Ende des Magerrasens trafen wir auf einen großen Bestand des regional ziemlich seltenen Gefleckten Schierlings (Conium maculatum). Er wächst dort zusammen mit der Großen Brennnessel (Urtica dioica).

Altburger Bachtal (im gleichen Viertelquadranten östlich anschließend)

Das Tal weist geologische, botanische und geschichtliche Besonderheiten auf. Harter Dolomit tritt durch schroffe Felsbildungen in Erscheinung. Im darunter liegenden weicheren Kalkstein findet man Karsterscheinungen (Dolinen, Bachversickerungen). In einem engen, luftfeuchten Talabschnitt hat sich eine üppige und artenreiche Schluchtwaldgesellschaft entwickelt. Auf einem vorspringenden Felssporn tritt man auf Spuren einer keltischen Fliehburg.

Pflanzenliste für die Hochfläche in der Umgebung der Fliehburg

Deutscher Name Wissenschaftlicher Name Deutscher Name Wissenschaftlicher Name
Hain-Klette                              Auch innerhalb des Ringwalles Arctium nemorosum Waldgerste Hordelymus europaeus
Waldmeister                    Einzelpflanze in der Nähe der vo- rigen Art Asperula odorata Mauerlattich Mycelis muralis
Späte Wald-Trespe Bromus ramosus  Vogel-Nestwurz        Hochflächenrand nahe dem Schluchtwald Neottia nidus-avis
Frühe Wald-Trespe               Kleiner Bestand Bromus benekenii  Europäischer Sauerklee Oxalis stricta 
Nesselblättrige Glockenblume Campanula trachelium  Vielblütige Weißwurz Polygonatum multiflorum
Echtes Tausendgüldenkraut         Am Wanderpfad ins Tal Centaurium erythraea Quirlblättrige Weißwurz Polygonatum verticillatum
Maiglöckchen Convallaria majalis Kriech-Rose Rosa arvensis
Berg-Weidenröschen Epilobium montanum Steinbeere Rubus saxatilis

Pflanzenliste für den Schluchtwald

Gelber Eisenhut Aconitum lycoctonum Gewöhnlicher Wurmfarn Dryoperis filix-mas 
Christophskraut Actaea spicata Berg-Goldnessel Galeobdolon montanum
Braunstieliger Streifenfarn Asplenium trichomanes  Silberblatt Lunaria rediviva
Pfirsichblättrige Glockenblume Campanula persicifolia Alpen-Johannisbeere Ribes alpinum
Nesselblättrige Glockenblume Campanula trachelium Hain-Sternmiere Stellaria nemorum
Zwiebel-Zahnwurz Cardamine bulbifera

Exkursionsteilnehmer Klaus Elle verpasste leider wegen einer der häufigen Bahn-Verspätungen einen Anschlussbus, weshalb ihm das Programm des ersten Exkursionstages entging. Er sah sich statt dessen die Stadt Prüm und die unmittelbare Umgebung des Hotels Tannenhof (5704/43) an. Dabei stieß er am Rand eines Wanderweges am Hang unterhalb des Hotels auf den übermannshohen Neophyten Cicerbita macrophylla (Großblättriger Milchlattich). Dieser hat Ähnlichkeit mit dem Alpen-Milchlattich, wächst aber höher und hat an den unteren Blättern nur 1 Paar (und nicht 3 Paar) Seitenzipfel. Er stammt aus dem mittleren Russland (Ural, Kaukasus). Der Nachweis für Prüm (det. H. Reichert) ist insofern interessant, als die Pflanze 1984 vom belgischen Botaniker Lambinon bereits im nicht weit entfernten Bleialf nachgewiesen wurde.

 

Samstag, 9. Juli

Niesenberg bei Weinsheim (5704/44)

Erstes Exkursionsziel war dieses weitere Halbtrockenrasen-Naturschutzgebiet in der Prümer Kalkmulde nordöstlich Prüm. Der inselartige Charakter des Biotops wird dadurch betont, dass es sich um einen schmalen Höhenrücken mit ziemlich steilen Hängen handelt, der aus Dolomit aufgebaut ist. Am Hangfuß ist er durch einen ringsum verlaufenden Feldweg scharf begrenzt. Die Umgebung besteht aus ziemlich ebenem Gelände. Dort steht Mergel an. Intensiv genutzte Äcker und Fettwiesen bestimmen das Bild. Am Rand von Weinsheim reicht ein großes Gewerbegebiet nahe an den Niesenberg heran.

Frau Ruthsatz wies auf deutlich erkennbare Unterschiede in der Zusammensetzung der Magerrasen auf dem nordexponierten bzw. dem südexponierten Hang hin. Die sehr seltene Orchidee Herminium monorchis (Honigorchis) kommt in großer Zahl ausschließlich am Nordhang vor.

Auch dieses Naturschutzgebiet verdankt seinen botanischen Reichtum vorbildlicher Pflege durch Schafbeweidung, für deren Überwachung Frau Jacob verantwortlich ist.

Pflanzenliste

Deutscher Name Wissenschaftlicher Name Deutscher Name Wissenschaftlicher Name
Katzenpfötchen Antennaria dioica  Hufeisenklee Hippocrepis comosa 
Wundklee                              Unterart nicht bestimmt Anthyllis vulneraria Desetangs Johanniskraut Hypericum desetangsii             
Gewöhnliche Akelei Aquilegia vulgaris  Behaartes Johanniskraut Hypericum hirsutum
BehaarteGänsekresse                         Zu überprüfen! Arabis hirsuta Tüpfel-Johanniskraut Hypericum perforatum

Hügel-Meister

Asperula cynanchica Wacholder Juniperus communis
Wiesen-Hafer Avenochloa pratensis Rauer Löwenzahn Leontodon hispidus
Fieder-Zwenke Brachypodium pinnatum  Magerwiesen-Margerite Leucanthemum vulgare
Zittergras Briza media Purgier-Lein Linum catharticum
Echter Knollenkümmel Bunium bulbocastanum  Heckenkirsche Lonicera xylosteum
Knäuel-Glockenblume Campanula glomerata Feld-Hainsimse Luzula campestris
Frühlings-Segge Carex caryophyllea Hopfenklee Medicago lupulina
Blaugrüne Segge Carex flacca Hoher Steinklee Melilotus altissimus
Berg-Segge Carex montana Kugel-Teufelskralle Phyteuma orbiculare 
Hirse-Segge Carex panicea Kleine Bibernelle Pimpinella saxifraga
Golddistel Carlina vulgaris Sumpf-Kreuzblume Polygala amarella
Skabiosen-Flockenblume Centaurea scabiosa Frühlings-Fingerkraut Potentilla tabaernaemontani
Schmalblättrige Flockenblume (C. jacea subsp. angustifolia) Centaurea pannonica Große Braunelle Prunella grandiflora
Stängellose Distel Cirsium acaule Gelbe Reseda Reseda lutea

Gewöhnlicher Augentrost          subsp. rostkoviana 

Euphrasia officinalis Kleiner Klappertopf Rhinanthus minor
Echtes Labkraut Galium verum

Blaugrüne Rose                        Wegrand am Fuß des Nordhanges

Rosa dumalis
Fransen-Enzian                        A Gentianella ciliata Kratzbeere Rubus caesius
Deutscher Enzian                     A Gentianella germanica Tauben-Skabiosa Scabiosa columbaria
Mücken-Händelwurz Gymnadenia conopsea Teufels-Abbiss                          Sehr reichlich am Nordhang Succisa pratensis
Gewöhnliches Sonnenröschen

Helianthemum nummularium subsp. obscurum z. T. mit Übergangsmerkalen zu subsp. nummularium

Wiesen-Leinblatt                Reichlich Thesium pyrenaicum
Honigorchis, Einknolle                       Reichlich Herminium monorchis Feld-Thymian Thymus pulegioides 
Gewöhnliches Habichtskraut Hieracium lachenalii

Die Exkursion führte dann aus der Kalkmulde heraus in den von devonischen Gesteinen geprägten Bereich der Schnee-Eifel (Schneifel).

Rohrfenn nahe Roth bei Prüm

Südlicher Randbereich (5704/12)

Dort wurde ein Fichtenbestand auf saurem, nährstoffarmem und teils wechselfeuchtem Boden entfernt. Eine Herde mit Ziegen und Schafen beweidete gerade eine eingezäunte Teilfläche.

Pflanzenliste

Deutscher Name Wissenschaftlicher Name Deutscher Name Wissenschaftlicher Name
Hunds-Straußgras Agrostis canina Geflecktes Johanniskraut Hypericum maculatum
Rotes Straußgras Agrostis capillaris Schönes Johanniskraut Hypericum pulchrum
Ruchgras Anthoxanthum odoratum Knäuel-Binse Juncus conglomeratus
Zweinervige Segge (siehe Anmerkung unten) Carex binervis Flatter-Binse Juncus effusus
Grünliche Gelb-Segge Carex demissa  Sparrige Binse Juncus squarrosus
Hirse-Segge Carex panicea Gedrängte Hainsimse Luzula congesta
Dreizahn Danthonia decumbens Pfeifengras Molinia caerulea
Rasen-Schmiele Deschampsia caespitopsa  Borstgras Nardus stricta
Draht-Schmiele Deschampsia flexuosa Quendelblättrige Kreuzblume Polygala serpyllifolia
Glockenheide Erica tetralix Blutwurz Potentilla erecta
Weiches Honiggras Holcus mollis Teufels-Abbiss Succisa pratensis 

Anmerkung

Carex binervis kommt in einer untypischen Form mit ziemlich kurzen und gedrungenen, ziemlich hellbraun gefärbten weiblichen Ähren vor. Die Blätter sind meist gelbgrün gefärbt.

Nördlicher, schon seit jeher baumfreier Teil (5604/34)

Pflanzenliste

Wald-Engelwurz Angelica sylvestris Geflecktes Johanniskraut Hypericum maculatum
Arnika Arnica montana Spitzblütige Binse Juncus acutiflorus
Heilziest Betonica officinalis  Purgier-Lein Linum catharticum
Schwarze Flockenblume Centaurea nigra cf. Sumpf-Hornklee Lotus uliginosus
Flockenblume, Übergangsform C. jaceaC. nigra Centaurea spec.  Gedrängte Hainsimse Luzula congesta
Geflecktes Knabenkraut Dactylorhiza maculata  Molinia caerulea  Pfeifengras
Dreizahn Danthonia decumbens  Nardus stricta  Borstgras
Sumpf-Weidenröschen Epilobium palustre Wald-Läusekraut  Pedicularis sylvatica
Vierkantiges Weidenröschen Epilobium tetragonum Zweiblättrige Waldhyazinthe Platanthera bifolia
Hain-Augentrost Euphrasia nemorosa  Blutwurz Potentilla erecta
Sumpf-Labkraut Galium palustre Rasen-Haarsimse                        subsp. germanicum Trichophorum cespitosum
Moor-Labkraut Galium uliginosum Großer Wiesenknopf Sanguisorba officinalis
Englischer Ginster                 spärlich Genista anglica  Gras-Sternmiere Stellaria graminea
Doldiges Habichtskraut Hieracium umbellatum Teufels-Abbiss Succisa pratensis 
Weiches Honiggras Holcus mollis Sumpf-Veilchen Viola palustris

Zufällig trafen wir im Moor Herrn Karl-Heinz Heyne, Leiter des Forstamtes Bitburg. Er ist seit seiner Jugendzeit als im Raum Trier als Ornithologe und Naturschützer engagiert und registrierte nebenbei auch viele Pflanzenvorkommen.

Hangmoor im Quellbereich des Tresbaches (5704/21)

Pflanzenliste 

Sumpf-Reitgras Calamagrostis canescens Königsfarn Osmunda regalis
Glatte Segge Carex laevigata Quirlblättrige Weißwurz Polygonatum verticillatum
Schnabel-Segge Carex rostrata Halbaufrechte Brombeere, Fuchsbeere                  Waldwegrand Rubus nessensis
Geflecktes Knabenkraut Dactylorhiza maculata  Bittersüßer Nachtschatten Solanum dulcamara
Wald-Schachtelhalm Equisetum sylvacticum Siebenstern Trientalis europaea
Hain-Gilbweiderich Lysimachia nemorum Sumpf-Veilchen Viola palustris
Gewöhnlicher Gilbweiderich Lysimachia vulgaris

Sonntag, 10. Juli

Riesterfenn bei Heckhuscheid (5803/12) 

reicht ein wenig in den Viertelquadranten /11 hinein, wo die meisten Arten ebenfalls vorkommen dürften, z. B. auch Scorzonera humilis.

Die Fläche ist nicht als NSG ausgewiesen; dennoch finden teils umfangreiche Pflegemaßnahmen statt. 

Pflanzenliste 

Deutscher Name    

Wissenschaftlicher Name

Deutscher Name    

Wissenschaftlicher Name
Hunds-Straußgras Agrostis canina  Juncus conglomeratus  Knäuel-Binse
Ruchgras Anthoxanthum odoratum Flatter-Binse Juncus effusus 
Arnika Arnica montana  Sparrige Binse Juncus squarrosus 
Zweinervige Segge Carex binervis  Luzula congesta  Gedrängte Hainsimse
Grau-Segge Carex canescens Acker-Minze Mentha arvensis 
Grünliche Gelb-Segge Carex demissa  Quirl-Minze. häufiger als Mentha arvensis Mentha x verticillata 
Hirse-Segge Carex panicea Pfeifengras Molinia caerulea
Pillen-Segge, auf einer trockenen Schwelle Carex pilulifera Borstgras Nardus stricta
Floh-Segge Carex pulicaris Wald-Läusekraut Pedicularis sylvatica
Schnabel-Segge, nahe dem Bach Carex rostrata Quendelblättrige Kreuzblume Polygala serpyllifolia
Dreizahn Danthonia decumbens  Blutwurz Potentilla erecta
Schmalblättriges Wollgras Eriophorum angustifolium Brennender Hahnenfuß Ranunculus flammula
Wolliges Honiggras Holcus lanatus Niedrige Schwarzwurzel Scorzonera humilis
Geflecktes Johanniskraut Hypericum maculatum subsp. maculatum Kleines Helmkraut Scutellaria minor
Hypericum pulchrum  Schönes Johanniskraut Teufelsabbiss Succisa pratensis
Juncus acutiflorus Spitzblütige Binse Sumpf-Veilchen Viola palustris

Kesfeld (5803/14)

Die Wanderung diente hauptsächlich dem Kennenlernen des Biber-Biotops im Tal des Primmerbaches. Nebenbei wurden einige Pflanzenarten notiert. Rufe einer Wachtel waren zu hören.

Pflanzenliste

Wiesen-Flockenblume Centaurea jacea  Filz-Rose Rosa tomentosa 
Desetangs Johanniskraut Hypericum desetangsii

Im gleichen Viertelquadranten suchten wir die Westwall-Höckerlinie auf. Zwischen den Betonhöckern (Drachenzähnen) wuchsen zwar fast nur Allerweltsarten, diese jedoch in bunter Mischung:

Pflanzenliste

Gewöhnliche Schafgarbe Achillea millefolium Spitzblütige Binse                        Herde an einer nassen Stelle Juncus acutiflorus
Wiesen-Flockenblume Centaurea jacea Fettwiesen-Margerite Leucanthemum ircutianum
Acker-Kratzdistel Cirsium arvense Gewöhnliches Leinkraut Linaria vulgaris
Stechender Hohlzahn Galeopsis tetrahit Stumpfblättriger Ampfer Rumex obtusifolius
Weißes Labkraut Galium album Jakobs-Kreuzkraut Senecio jacobaea
Kletten-Labkraut Galium aparine Fuchs-Kreuzkraut Senecio ovatus
Echtes Labkraut Galium verum Acker-Gänsedistel Sonchus arvensis
Die Hybride zwischen G. album und G. verum.                             An 1 Stelle Galium x pomeranicum Eberesche Sorbus aucuparia 
Desetangs Johanniskraut Hypericum desetangsii Vogel-Wicke Vicia cracca
Geflecktes Johanniskraut                  subsp. maculatum Hypericum maculatum

Zusammengestellt von Dr. Hans Reichert, Trier

Faunistische Besonderheiten im Bereich des Exkursionsgebietes

Neben einer artenreichen Flora waren auch einige faunistische Besonderheiten im Exkursionsgebiet bemerkenswert.

Besonders eindrucksvoll war der Besuch des Primmerbachs bei Kesfeld. Hier wurde unter Führung von Inge Kockelmann das dort anzutreffende Bibervorkommen aufgesucht. 
Nachdem der Biber (Castor fiber) in Deutschland weitgehend ausgerottet war, sind auch in die Nordeifel wieder einige Tiere eingewandert. Dabei haben sie durch das Aufstauen des Baches mit dem Bau von Dämmen und dem Abnagen der Ufergehölze einen reich gegliederten Lebensraum mit größeren Wasserflächen und besonnten Uferabschnitten geschaffen, der die Entwicklung einer größeren Artenvielfalt begünstigt.
In den angrenzenden landwirtschaftlich genutzten Gebieten waren die Rufe mehrerer Wachteln (Coturnix coturnix) eindrucksvoll.
Sonst waren im Exkursionsgebiet auf Grund der fortgeschrittenen Jahreszeit nur noch der Gesang der Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla), der Amsel (Turdus merula) und der Singdrossel (Turdus philomelos) zu hören.
Dafür konnten auf den Magerwiesen, Trockenrasen und im Wald viele Schmetterlinge beobachtet werden. Besonders zahlreich und weit verbreitet waren Brauner Waldvogel (Aphantopus hyperantus), Großes Ochsenauge (Maniola jurtina), Schachbrett (Melanargia galathea), Kleiner und Großer Kohlweißling (Pieris rapae und brassicae). Seltener waren Kaisermantel (Argynnis paphia), Blutgrasfalter (Erebia medusa), Thymian-Widderchen (Mesembrynus purpuralis), Großer Perlmutterfalter (Mesoacidalia aglaja), Schwalbenschwanz (Papilio machaon), Gestrichelter Braundickkopffalter (Thymelicus lineola) und Gemeines Blutströpfchen (Zygaena filipendulae).

Zusammengestellt von Günter Wrusch, Meisenheim


Charakteristische Biotope am Übergang von der Eifel zur Niederrheinischen Bucht (Umgebung von Aachen und Düren)


Die Panzersperren des Westwalls, heute ein artenreicher Lebensraum 


Botanische Mehrtagsexkursion von Mittwoch, 22.06.2011 bis Sonntag, 26.06.2011
Führung: Dr. Hans Reichert, Trier und Otto Schmidt, Kaiserslautern

Artenlisten zur Exkursion der Pollichia-Kreisgruppe Bad Kreuznach und des Botanischen Arbeitskreises Nahe-Hunsrück im Raum Aachen/Düren
 
Zusammengestellt von Otto Schmidt und Dr. Hans Reichert

 

Mittwoch 22. Juni

1. Ochsenkopf-Weg

Historischer Wanderweg zum Gedenken an die mörderische Schlacht im Hürtgenwald im Herbst und Winter 1944/45

Führung: OttoSchmidt

Obwohl dieser Exkursionspunkt nicht der Flora gewidmet war und durch artenarmen Nadelforst führte, wurden Pflanzen notiert, um den Biotop zu charakterisieren.

 

Wissenschaftlicher Name

Deutscher Name

Hinweise

Samenpflanzen

Angelica sylvestris

Wald-Engelwurz

 

Calluna vulgarisi

Besenheide, Heidekraut

 

Cardamine flexuosa

Wald-Schaumkraut

 

Carex muricata cf. s.str.

Stachel-Segge

Anmerkung 1 (am Schluss)

Carex remota

Winkel-Segge

 

Digitalis purpurea

Roter Fingerhut

 

Geranium robertianum

Ruprecht-Strochschnabel

 

Geum urbanum

Echte Nelkenwurz

 

Hypericum maculatum

Geflecktes Johaniskraut

 

Juncus effusus

Flatter-Binse

 

Lpsana communis

Rainkohl

 

Lysimachia nemorum

Hain-Gilbweiderich

 

Oxalis acetosella

Wald-Sauerklee

 

Pteridium aquilinum

Adlerfarn

 

Sambucus racemosus

Trauben-Holunder

 

Silene dioica

Rote Lichtnelke

 

Stachys sylvatica

Wald-Ziest

 

 

2. NSG Todtenbruch

Hang-Hochmoor (bzw. Zwischenmoor) in Regeneration/Moorbirkenbruchwald/ Laubmischwald/Pingo/Bodenlehrpfad

Führung: Otto Schmidt

Samenpflanzen

Agrostis canina

Hunds-Straußgras

 

Alnus glutinosa

Schwarz-Erle

 

Athyrium filix-femina

Gewöhnlicher Frauenfarn

 

Barbarea intermedia

Mittleres Barbarakraut

Im Randbereich

Barbarea vulgaris

Gewöhnliches Barbarakraut

Im Randbereich

Betula pendula

Gewöhnliche Birke

Blätter unterseits (fast) kahl

Betula pubescens

Moor-Birke

Blätter unterseits flaumig

Calamgrostis canescens

Sumpf-Reitgras

Anmerkung 2

Calluna vulgaris

Besenheide, Heidekraut

 

Carex binervis

Zweinervige Segge

 

Carex echinata

Igel-Segge

 

Carex laevigata

Glatte Segge

 

Carex rostrata

Schnabel-Segge

 

Carex spicata

Dichtährige Segge

Im Randbereich

Deschampsia cespitosa

Rasen-Schmiele

 

Deschampsia flexuosa

Draht-Schmiele

 

Dryopteris carthusiana

Dorniger Wurmfarn

 

Epilobium angustifolium

Schmalblättriges Weidenröschen

 

Erica tetralix

Glockenheide

 

Eupatorium cannabinum

Wasserdost

 

Fagus sylvatica

Rotbuche

 

Galium palustre

Sumpf-Labkraut

 

Galium saxatile

Harzer Labkraut

 

Hieracium sabaudum

Savoyer Habichtskraut

 

Holcus lanatus

Weiches Honiggras

 

Holcus mollis

Wolliges Honiggras

 

Hypericum x desetangsii

Desetangs Johanniskraut

 

Hypericum maculatum

subsp. obtusiusculum

Kanten-Habichtskraut

 

Hypericum perforatum

Echtes Johanniskraut

 

Ilex aquifolium

Stechpalme

 

Juncus bulbosus

Knoten-Binse

 

Juncus effusus

Flatter-Binse

 

Larix europaea

Europäische Lärche

 

Luzula congesta

Knäuelblütge Hainsimse

 

Luzula luzuloides

Schmalblättrige Hainsimse

 

Malva moschata

Moschus-Malve

 

Molinia coerulea

Pfeifengras

 

Picea abies

Gewöhnliche Fichte

 

Picea sitchensis

Sitka-Fichte

 

Pimpinella major

Große Bibernelle

Waldwegrand nahebei

Pseudotsuga menziesii

Douglasie

 

Pteridium aquilinum

Adlerfarn

 

Potamogeton natans

Schwimmendes Laichkraut

In einem Tümpeö

Quercus robur

Stiel-Eiche

 

Robinia pseudacacia

Robinie

 

Rubus fruticosus aggr.

Brombeeren, unbestimmt

 

Rubus plicatus

Falten-Brombeere

 

Salix aurita

Öhrchen-Weide

 

Salix cinerea

Grau-Weide

 

Salix multinervis (?)

Vielnervige Weide

Bastard S. aurita x cinerea

Scrophularia nodosa

Knotige Braunwurz

 

Senecio ovatus

Fuchs' Kreuzkraut

 

Sisymbrium officinale

Weg-Rauke

Im Randbereich

Sorbus aucuparia

Eberesche

 

Sphagnum palustre

Sumpf-Torfmoos

 

Sphagnum spec.

Torfmoose, unbestimmt

 

Tripleurospermum inodorum

Geruchlose Kamille

Im Randbereich

Utricularia cf. minor

Kleiner Wasserschlauch

 

Vaccinium myrtillus

Heidelbeere

 

Vaccinium uliginosum

Rauschbeere

 

Moose

Sphagnum palustre

Sumpf-Tormoos

und weitere Tormoosarten

 

Donnerstag, 23. Juni

3. Feuchtheide mit Westwall-Höckerlinie westlich Simmerath

Unmittelbar vor der belgischen Grenze und dem Rand des Hohen Venns. Biberteiche, Westwallweg (Höckerlinie, Panzersperre), Borstgrasrasen, Wegränder, Palsenmoor mit Narthecium ossifragum

Führung: Otto Schmidt, Christoph Vanberg

Samenpflanzen

Acer campestre

Feld-Ahorn

 

Acer pseudoplatanus

Berg-Ahorn

 

Achillea ptarmica

Sumpf-Schafgarbe

 

Ajuga reptans

Kriechender Günsel

 

Alliaria petiolata

Knoblauchsrauke

 

Alnus glutinosa

Schwarz-Erle

 

Alnus incana

Grau-Erle

Forstlich kultiviert

Alopecurus pratensis

Wiesen-Fuchsschwanz

 

Andromeda polifolia

Rosmarinheide

 

Angelica sylvestris

Wald-Engelwurz

 

Anthoxanthum odoratum

Gewöhnliches Ruchgras

 

Anthriscus sylvestris

Wiesen-Kerbel

 

Arnica montana

Arnika

 

Arrhenatherum elatius

Glatthafer

 

Betonica officinalis

Heilziest

 

Betula pubescens

Moor-Birke

 

Bistorta officinalis

Wiesen-Knöterich

 

Briza media

Zittergras

 

Calamagrostis canescens

Sumpf-Reitgras

 

Callitriche stagnalis

Teich-Wasserstern

 

Caltha palustris

Sumpf-Dotterblume

 

Carex echinata

Igel-Segge

 

Carex nigra

Braun-Segge

 

Carex ovalis

Hasen-Segge

 

Carex panicea

Hirse-Segge

 

Carex pilulifera

Pillen-Segge

 

Carex rostrata

Schnabel-Segge

 

Centaurea spec.

Wiesen-Flockenblume

Anmerkung 4

Centaurea jacea subsp. grandiflora

Thuillers Wiesen-Flockenblume

Anmerkung 5

Centaurea montana

Berg-Flockenblume

 

Centaurea nigra s. str.

Schwarze Flockenblume

 

Cerastium holosteoides

Wiesen-Hornkraut

 

Cirsium palustre

Sumpf-Kratzdistel

 

Cornus sanguinea

Blutroter Hartriegel

 

Cornus suecica

Schwedischer Hartriegel

Wohl angepflanzt

Corylus avellana

Haselstrauch

 

Cardamine pratensis

Wiesen-Schaumkraut

 

Crataegus monogyna

Eingriffeliger Weißdorn

 

Crepis biennis

Wiesen-Pippau

 

Crepis paludosa

Sumpf-Pippau

 

Cynosurus cristatus

Kammgras

 

Dactylis glomerata

Gewöhnliches Knäuelgras

 

Dactylorhiza maculata

Geflecktes Knabenkraut

 

Danthonia decumbens

Dreizahn

 

Deschampsia cespitosa

Rasen-Schmiele

 

Drosera rotundifolia

Rundblättriger Sonnentau

Von uns nicht gesehen

Dryopteris carthusiana

Dorniger Wurmfarn

 

Epilobium angustifolium

Schmalblättriges Weidenröschen

 

Epilobium ciliatum subsp. ciliatum

Drüsiges Weidenröschen

 

Epilobium hirsutum

Behaartes Weidenröschen

 

Epilobium montanum

Berg-Weidenröschen

 

Epilobium parviflorum

Kleinblütiges Weidenröschen

 

Epipactis helleborine

Große Stendelwurz

 

Equisetum arvense

Acker-Schachtelhalm

 

Equisetum fluviatile

Teich-Schachtelhalm

 

Equisetum palustre

Sumpf-Schachtelhalm

 

Erica tetralix

Glockenheide

 

Eriophorum angustifolium

Schmalblättriges Wollgras

 

Eriophorum vaginatum

Scheidiges Wollgras

 

Eupatorium cannbinum

Wasserdost

 

Fagus sylvatica

Rotbuche

 

Festuca arundinacea

Rohr-Schwingel

Wegrand

Festuca filiformis

Haar-Schwingel

 

Festuca gigantea

Riesen-Schwingel

 

Festuca rubra

Rot-Schwingel

 

Frangula alnus

Faulbaum

 

Galeopsis tetrahit

Stechender Hohlzahn

 

Galium aparine

Kletten-Labkraut

 

Galium palustre

Sumpf-Labkraut

 

Galium saxatile

Harzer Labkraut

 

Galium uliginosum

Moor-Labkraut

 

Gentiana pneumonanthe

Lungen-Enzian

 

Geranium dissectum

Schlitzblättriger Storch-schnabel

 

Geranium robertianum

Ruprecht-Strochschnabel

 

Geum urbanum

Echte Nelkenwurz

 

Glyceria fluitans

Flutender Schwaden

 

Heracleum sphondylium

Wiesen-Bärenklau

 

Holcus lanatus

Weiches Honiggras

 

Hypericum maculatum subsp. maculatum

Kanten-Habichtskraut-Unterart

 

Hypericum maculatum subsp. obtusiusculum

Kanten-Habichtskraut-Unterart

 

Juncus bufonius

Kröten-Binse

 

Juncus conglomeratus

Knäuel-Binse

 

Juncus effusus

Flatter-Binse

 

Juncus squarrosus

Sparrige Binse

 

Juncus tenuis

Zarte Binse

 

Leucanthemum vulgare

Magerwiesen-Margerite

 

Listera ovata

Großes Zweiblatt

 

Lotus uliginosus

Sumpf-Hornklee

 

Luzula congesta

Knäuelblütge Hainsimse

 

Lychnis flos-cuculi

Kuckucks-Lichtnelke

 

Lysimachia punctata

Drüsiger Gilbweiderich

Verwildert

Lythrum salicaria

Gewöhnlicher Blutweiderich

 

Medicago lupulina

Hopfen-Schneckenklee

 

Molinia coerulea

Pfeifengras

 

Mycelis muralis

Mauerlattich

 

Myosotis nemorosa

Hain-Vergissmeinnicht

 

Nardus stricta

Borstgras

 

Narthecium ossifragum

Beinbrechlilie

 

Picea abies

Gewöhnliche Fichte

 

Poa trivialis

Gewöhnliches Rispengras

 

Populus tremula

Zitter-Pappel

 

Potentilla erecta

Blutwurz

 

Prunus padus

Gewöhnliche Traubenkirsche

 

Pteridium aquilinum

Adlerfarn

 

Pyrola minor

Kleines Wintergrün

 

Pyrola rotundifolia

Rundblättriges Wintergrün

 

Ranunculus acris

Scharfer Hahnenfuß

 

Ranunculus flammula

Brennender Hahnenfuß

 

Ranunculus repens

Kriechender Hahnenfuß

 

Rubus fruticosus aggr.

Brombeeren, unbestimmt

 

Rubus idaeus

Himbeere

 

Rubus plicatus

Falten-Brombeere

 

Rumex acetosa

Sauer-Ampfer

 

Rumex acetosella

Kleiner Sauer-Ampfer

 

Salix aurita

Öhrchen-Weide

 

Salix caprea

Salweide

 

Salix cinerea (?)

Grau-Weide

 

Salix purpurea

Purpur-Weide

 

Salix triandra

Mandel-Weide

 

Salix viminalis

Korb-Weide

 

Salix x multinervis (?)

Vielnervige Weide

 

Salix spec.

Weiden-Bastard

Nicht bestimmt

Sambucus racemosa

Trauben-Holunder

 

Sanguisorba officinalis

Großer Wiesenknopf

 

Senecio ovatus

Vielnervige Weide

 

Sorbus aucuparia

Eberesche

 

Sphagnum palustre

Sumpf-Tormoos

 

Sphagnum spec.

Torfmoose, unbestimmt

 

Stachys sylvatica

Wald-Ziest

 

Succisa pratensis

Teufels-Abbiss

 

Trichophorum germanicum

Deutsche Haarsimse

 

Trifolium dubium

Kleiner Klee

 

Trifolium hybridum

Schweden-Klee

 

Tussilago farfara

Huflattich

 

Typha latifolia

Breitblättriger Rohrkolben

 

Urtica dioica

Große Brennnessel

 

Vaccinium myrtillus

Heidelbeere

 

Vaccinium oxycoccus

Moosbeere

Von uns nicht gesehen

Vaccinium uliginosum

Rauschbeere

 

Valeriana dioica

Sumpf-Baldrian

 

Valeriana excelsa subsp. excelsa

Echter Arznei-Baldrian

= V. procurrens

Veronica beccabunga

Bachbungen-Ehrenpreis

 

Viburnum opulus

Gewöhnlicher Schneeball

 

Vicia cracca

Vogel-Wicke

 

Viola palustris

Sumpf-Veilchen

 

 

4. NSG Gebirgsbach „Obere Rur"

Tief eingeschnittenes Kerbtal, schmale Aue, steile Felsen (Unterdevon, Schiefer, partiell eingestreute Kalkknollen), Wege und Wegränder; Moosreichtum!

Führung: Christoph Vanberg, Otto Schmidt, Hans Reichert

Samenpflanzen

Acer campestre

Feld-Ahorn

 

Acer pseudoplatanus

Berg-Ahorn

 

Aconitum vulparia

Gelber Eisenhut

 

Aegopodium podagraria

Giersch

 

Aesculus hippocastanum

Rosskastanie

 

Aethusa cynapium subsp. cynapioides

Hundspetersilie (hochwüchsige Unterart)

 

Ajuga reptans

Kriechender Günsel

 

Alchemilla xanthochlora.

Kleinblütiger Frauenmantel

 

Alliaria petiolata

Knoblauchsrauke

 

Allium ursinum

Bär-Lauch

 

Alnus glutinosa

Schwarz-Erle

 

Angelica sylvestris

Wald-Engelwurz

 

Asplenium adiantum-nigrum

Schwarzstieliger Streifenfarn

Von uns nicht gesehen

Asplenium septentrionale

Nordischer Streifenfarn

 

Asplenium trichomanes

Braunstieliger Streifenfarn

 

Athyrium filix-femina

Gewöhnlicher Frauenfarn

 

Barbarea intermedia

Mittleres Barbarakraut

 

Betula pendula

Gewöhnliche Birke

 

Betula pubescens

Moor-Birke

 

Bistorta officinalis

Wiesen-Knöterich

 

Blechnum spicant

Rippenfarn

 

Campanula rotundifolia

Rundblättrige Glockenblume

 

Cardamine flexuosa

Wald-Schaumkraut

 

Cardamine impatiens

Spring-Schaumkraut

 

Carduus crispus subsp. multiflorus

Krause Distel

Anmerkung 6

Carex demissa

Grünliche Gelb-Segge

 

Carex echinata

Igel-Segge

 

Carex pallescens

Bleiche Segge

 

Carex pilulifera

Pillen-Segge

 

Carex sylvatica

Wald-Segge

 

Carpinus betulus

Hainbuche

 

Centaurea jacea

Wiesen-Flockenblume

 

Centaurea montana

Berg-Flockenblume

 

Chrysosplenium oppositifolium

Gegenblättriger Milzkraut

 

Cirsium palustre

Sumpf-Kratzdistel

 

Clinopodium vulgare

Wirbeldost

 

Corylus avellana

Haselstrauch

 

Crepis paludosa

Sumpf-Pippau

 

Cymbalaria muralis

Zymbelkraut

 

Cystopteris fragilis

Blasenfarn

Von uns nicht gesehen

Cytisus scoparius

Besenginster

 

Deschampsia cespitosa

Rasen-Schmiele

 

Deschampsia flexuosa

Draht-Schmiele

 

Digitalis purpurea

Roter Fingerhut

 

Dryopteris dilatata

Breitblättriger Wurmfarn

 

Dryopteris filix-mas

Gewöhnlicher Wurmfarn

 

Elymus caninus

Hunds-Quecke

 

Epilobium lanceolatum

Lanzettblättriges Weidenröschen

Von uns nicht gesehen

Fallopia x bohemica

Bastard-Staudenknöterich

Anmerkung 7

Euphorbia amygdaloides

Mandel-Wolfsmilch

 

Festuca altissima

Wald-Schwingel

 

Festuca gigantea

Riesen-Schwingel

 

Filipendula ulmaria

Sumpf-Mädesüß

Anmerkung 8

Fragaria vesca

Wald-Erdbeere

 

Frangula alnus

Faulbaum

 

Fraxinus excelsior

Gewöhnliche Esche

 

Galium saxatile

Harzer Labkraut

 

Genista pilosa

Behaarter Ginster

Nicht selbst gesehen!

Geranium robertianum

Ruprecht-Strochschnabel

 

Geranium sylvaticum

Wald-Storchschnabel

 

Geum rivale

Bach-Nelkenwurz

 

Geum urbanum

Echte Nelkenwurz

 

Glyceria fluitans (?)

Flutender Schwaden

 

Gymnocarpium dryopteris

Eichenfarn

 

Hedera helix

Efeu

 

Heracleum mantegazzianum

Riesen-Bärenklau

 

Heracleum sphondylium

Wiesen-Bärenklau

 

Hieracium lachenalii

Gewöhnliches Habichtskraut

 

Hieracium sylvaticum

Wald-Habichtskraut

 

Hieracium umbellatum

Doldiges Habichtskraut

 

Hypericum humifusum

Niederliegendes Johanniskraut

 

Hypericum pulchrum

Schönes Johanniskraut

 

Hypochaeris radicata

Gewöhnliches Ferkelkraut

 

Impatiens noli-tangere

Großes Springkraut

 

Juncus effusus

Flatter-Binse

 

Juncus tenuis

Zarte Binse

 

Lamium maculatum

Gefleckte Taubnessel

 

Lapsana communis

Rainkohl

 

Lastrea limbosperma

Berg-Lappenfarn

 

Leucanthemum vulgare

Magerwiesen-Margerite

 

Listera ovata

Großes Zweiblatt

 

Lonicera periclymenum

Wald-Geißblatt

 

Lunaria rediviva

Silberblatt

 

Luzula luzuloides

Schmalblättrige Hainsimse

 

Luzula multiflora

Vielblütige Hainsimse

 

Luzula sylvatica

Wald-Hainsimse

 

Lysimachia nemorum

Hain-Gilbweiderich

 

Lysimachia vulgaris

Gewöhnlicher Gilbweiderich

 

Melica nutans

Nickendes Perlgras

 

Mercurialis perennis

Wald-Bingelkraut

 

Milium effusum

Flattergras

 

Mycelis muralis

Mauerlattich

 

Oxalis acetosella

Wald-Sauerklee

 

Petasites hybridus

Gewöhnliche Pestwurz

 

Phalaris arundinacea

Rohr-Glanzgras

 

Phegopteris connectilis

Buchenfarn

 

Phyteuma nigrum

Schwarze Teufelskralle

 

Picea abies

Gewöhnliche Fichte

 

Poa nemoralis

Hain-Rispengras

 

Polygonatum verticillatum

Quirlblättrige Weißwurz

 

Polypodium vulgare

Gewöhnlicher Tüpfelfarn

 

Populus tremula

Zitter-Pappel

 

Prunella vulgaris

Kleine Braunelle

 

Prunus avium

Vogel-Kirsche

 

Prunus padus

Gewöhnliche Traubenkirsche

 

Prunus spinosa

Schlehe

 

Quercus robur

Stiel-Eiche

 

Quercus rubra

Rot-Eiche

kultiviert

Ranunculus platanifolius

Platanenblättriger Hahnenfuß

 

Rosa canina

Hunds-Rose

 

Rosa tomentosa

Filz-Rose

 

Rubus idaeus

Himbeere

 

Rubus nessensis

Fuchsbeere

Brombeer-Art

Rubus plicatus

Falten-Brombeere

 

Rumex acetosella

Kleiner Sauer-Ampfer

 

Sagittaria sagittifolia

Pfeilkraut

 

Sambucus racemosa

Trauben-Holunder

 

Scrophularia nodosa

Knotige Braunwurz

 

Senecio hercynicus

Hain-Kreuzkraut

Anmerkung 8

Senecio ovatus

Fuchs' Kreuzkraut

 

Silene dioica

Rote Lichtnelke

 

Silene vulgaris

Gewöhnliches Leimkraut

 

Solidago virgaurea

Gewöhnliche Goldrute

 

Stachys sylvatica

Wald-Ziest

 

Stellaria graminea

Gras-Sternmiere

 

Stellaria nemorum

Hain-Sternmiere

 

Symphytum x uplandicum

Futter-Beinwell

Feuchte Stelle am Wegrand

Teucrium scorodonia

Wald-Gamander

 

Trifolium medium

Zickzack-Klee

 

Ulmus glabra

Berg-Ulme

 

Vaccinium myrtillus

Heidelbeere

 

Valeriana excelsa subsp. excela

Echter Arznei-Baldrium

= Valeriana procurrens

Valeriana pratensis subsp. angustifolia

Hügel-Baldrian

= Valeriana wallrothii

Veronica chamaedrys

Gamander-Ehrenpreis

 

Viburnum opulus

Gewöhnlicher Schneeball

 

 

Freitag, 24. Juni 2011

5. NSG Altenberg in Kelmis (La Calamine)/Belgien

Galmeifluren am Casino-Weiher

Führung Christoph Vanberg, Otto Schmidt

Gelbes Galmei-Veilchen (Viola calaminaria)

Samenpflanzen

Achillea millefolium

Gewöhnliche Schafgarbe

 

Agrostis capillaris

Rotes Straußgras

 

Armeria maritima subsp. elongata var. halleri

Galmei-Varietät der Gewöhnlichen Grasnelke

Anmerkung 9

Avenochloa pratensis

Wiesen-Hafer

 

Deschampsia cespitosa

Rasen-Schmiele

 

Festuca ovina subsp .guestfalica

Schafschwingel-Unterart

Anmerkung 10

Linum catharticum

Purgier-Lein

 

Lotus corniculatus

Gewöhnlicher Hornklee

 

Minuartia verna subsp. hercynica

Galmei-Unterart der Frühlings-Miere

 

Noccaea caerulescens subsp. calaminare

Galmei-Unterart des Gebirgs-Täschelkrautes

= Thlaspi caerulescens

Phragmites australis

Schilf

 

Pimpinella saxifraga

Kleine Bibernelle

 

Plantago lanceolata

Spitz-Wegerich

 

Polygala sp.

Kreuzblumen-Art

Anmerkung 11

Polygala vulgaris

Gewöhnliche Kreuzblume

 

Sanguisorba minor

Kleiner Wiesenknopf

 

Rumex acetosa

Sauer-Ampfer

 

Silene vulgaris

Gewöhnliches Leimkraut

Anmerkung 12

Thymus pulegioides

Gewöhnlicher Feld-Thymian

 

Vicia sepium

Zaun-Wicke

 

Viola calaminaria

Gelbes Galmei-Veilchen

 

 

6. NSG Hohnbachtal bei Kelmis

Artenreicher Laubwald auf Kalkstein des Unterkarbon

Datum und Führung wie oben

Pyrenäen-Löffelkraut (Cochlearia pyrenaica)

Samenpflanzen

Acer campestre

Feld-Ahorn

 

Acer platanoides

Spitz-Ahorn

 

Acer pseudo-platanus

Berg-Ahorn

 

Aesculus hippocastanum

Rosskastanie

 

Allium ursinum

Bär-Lauch

 

Alnus glutinosa

Schwarz-Erle

 

Actaea spicata

Christophskraut

Von uns nicht gesehen

Anemone nemorosa

Busch-Windröschen

 

Cardamine impatiens

Spring-Schaumkraut

 

Brachypodium sylvaticum

Wald-Zwenke

 

Campanula trachelium

Nessel-Glockenblume

 

Carex digitata

Finger-Segge

Reichlich

Carex pallescens

Bleiche Segge

 

Carex remota

Winkel-Segge

 

Carex umbrosa

Schatten-Segge

Von uns nicht gesehen

Carpinus betulus

Hainbuche

 

Cochlearia pyrenaica

Pyrenäen-Löffelkraut

Anmerkung 13

Convallaria majalis

Maiglöckchen

 

Daphne mezereum

Seidelbast

Von uns nicht gesehen

Euonymus europaeus

Pfaffenhütchen

 

Fagus sylvatica

Rot-Buche

 

Frangula alnus

Faulbaum

 

Fraxinus excelsior

Gewöhnliche Esche

 

Galium odoratum

Waldmeister

 

Hypericum hirsutum

Behaartes Johanniskraut

 

Hypericum perforatum

Tüpfel-Johanniskraut

 

Impatiens noli-tangere

Großes Springkraut

 

Lathraea sqamaria

Schuppenwurz

Von uns nicht gesehen

Lunaria rediviva

 

 

Maianthemum bifolium

Schattenblümchen

Von uns nicht gesehen

Melica nutans

Nickendes Perlgras

 

Melica uniflora

Einblütiges Perlgras

 

Mercurialis perennis

Wald-Bingelkraut

 

Neottia nidus-avis

Nestwurz

Von uns nicht gesehen

Milium effusum

Flattergras

 

Orchis mascula

Manns-Knabenkraut

Von uns nicht gesehen

Orchis purpurea

Purpur-Knabenkraut

Von uns nicht gesehen

Paris quadrifolia

Einbeere

 

Phyteuma nigrum

Schwarze Teufelskralle

 

Prunus avium

Vogel-Kirsche

 

Polygonatum multiflorum

Vielblütige Weißwurz

 

Ranunculus auricomus

Gold-Hahnenfuß

 

Ribes rubrum

Tote Johannisbeere

 

Sanicula europaea

Sanikel

 

Silene dioica

Rote Lichtnelke

 

Tilia platyphyllos

Sommer-Linde

 

Ulmus glabra

Berg-Ulme

 

Viola x dubia

Bastard-Veilchen

V. reichenbachiana x riviniana

Viola hirta

Raues Veilchen

 

Viola riviniana

Hain-Veilchen

 

 

Auch die benachbarte Bach-Aue des Hohnbaches, die wir nicht aufgesucht haben, ist botanisch interessant und lohne vor allem im Frühjahr einen Besuch, wenn dort in großer Zahl die Gelbe Narzisse (Narcissus pseudonarcissus) blüht. Hinzu kommen in den Auenwaldstreifen Hänge-Segge (Carex pendula), Riesen-Schachtelhalm (Equisetum telmateia), Wald-Gelbstern (Gagea lutea) und andere.

 

7. NSG Schlangenberg bei Stolberg-Breinigerberg

Schwermetallhaltige Bergbauhalden, auf denen gerade in einer großen Pflegeaktion Gehölze (meist Kiefern) entfernt wurden. Vielfalt von trockenen, wechselfeuchten und nassen Biotopen

Führung: wie oben

Samenpflanzen

Allium oleracium

Kohl-Lauch

 

Anthyllis vulneraria

Wundklee

Unterart nicht bestimmt

Armeria maritima subsp. elongata var. halleri

Galmei-Varietät der Gewöhnlichen Grasnelke

vgl. Anmerkung 9

Avenochloa pratensis

Wiesen-Hafer

 

Avenochloa pubescens

Flaum-Hafer

 

Briza media

Zittergras

 

Brachypodium pinnatum

Fieder-Zwenke

 

Carlina vulgaris

Golddistel

 

Carex caryophyllea

Frühlings-Segge

 

Carex flacca

Blaugrüne Segge

 

Carex hirta

Behaarte Segge

 

Carex montana

Berg-Segge

Von uns nicht gesehen

Carex nigra

Braun-Segge

 

Carex umbrosa

Schatten-Segge

Böschung eines Hohlweges

Centaurea jacea

Wiesen-Flockenblume

 

Clematis vitalba

Gewöhnliche Waldrebe

 

Colchicum autumnale

Herbstzeitlose

 

Convallaria majalis

Maiglöckchen

 

Dactylorhiza praetermissa

Übersehenes Knabenkraut

 

Daphne mezereum

Seidelbast

 

Eleocharis palustris

Gewöhnliche Sumpfbinse

 

Epipactis atrorubens

Braunrote Stendelwurz

Von uns nicht gesehen

Epipactis helleborine

Große Stendelwurz

 

Epipactis microphylla

Kleinblättrige Stendelwurz

Von uns nicht gesehen

Epipactis purpurata

Purpurne Stendelwurz

Von uns nicht gesehen

Eriophorum angustifolium

Schmalblättrige Wollgras

 

Eriophorum vaginatum

Scheidiges Wollgras

 

Festuca ovina subsp .guestfalica

Schafschwingel-Unterart

vgl. Anmerkung 10

Frangula alnus

Faulbaum

 

Galium pumilum

Kleines Labkraut

 

Galium verum

Echtes Labkraut

 

Genista tinctoria

Färber-Ginster

 

Gymnadenia conopsea subsp. conopsea

Mücken-Händelwurz, früh blühende Sippe

 

Gymnadenia conopsea subsp. densiflora

Mücken-Händelwurz, spät blühende Sippe

feuchtere Standorte

Helianthemum nummularium subsp. nummularium

Gewöhnliches Sonnenröschen (südwesteuropäische Unterart)

 

Ilex aquifolium

Stechpalme

 

Juncus bulbosus

Knoten-Binse

 

Knautia arvensis

Acker-Witwenblume

Anmerkung 14

Koeleria macrantha

Zierliches Schillergras

 

Koeleria pyramidata

Großes Schillergras

 

Leontodon hispidus

Rauer Löwenzahn

 

Leucanthemum vulgare

Magerwiesen-Margerite

 

Linum catharticum

Purgier-Lein

 

Listera ovata

Großes Zweiblatt

 

Lotus corniculatus

Gewöhnlicher Hornklee

 

Minuartia verna subsp. hercynica

Galmei-Unterart der Frühlings-Miere

 

Molinia coerulea

Gewöhnliches Pfeifengras

 

Monotropa hipopitys

Fichtenspargel

Von uns nicht gesehen

Mycelis muralis

Mauerlattich

 

Nardus stricta

Borstgras

 

Neottia nidus-avis

Nestwurz

 

Noccaea caerulescens subsp. calaminare

Galmei-Unterart des Gebirgs-Täschelkrautes

= Thlaspi caerulescens

Ononis repens

Kriechende Hauhechel

 

Ophioglossum vulgatum

Natternzunge

Begrenzte Stelle

Ophrys holoserica

Hummel-Ragwurz

Von uns nicht gesehen

Orchis morio

Kleines Knabenkrait

Von uns nicht gesehen

Pilosella officinarum

Gewöhnliches Mausohrhabichtskraut

= Hieracium pilosella

Pinus sylvestris

Wald-Kiefer

 

Polygala vulgaris

Gewöhnliche Kreuzblume

Anmerkung 15

Potentilla erecta

Blutwurz

 

Ranunculus polyanthemophyllus

Vielblütiger Hahnenfuß

 

Rhinanthus minor

Kleiner Klappertopf

 

Sanguisorba minor

Kleiner Wiesenknopf

 

Silene nutans

Nickendes Leimkraut

 

Silene vulgaris

Gewöhnliches Leimkraut

vgl. Anmerkung 12

Succisa pratensis

Teufels-Abbiss

 

Teucrium botrys

Trauben-Gamander

 

Teucrium scorodonia

Wald-Gamander

 

Thesium pyrenaicum

Wiesen-Leinblatt

 

Veronica officinalis

Wald-Gamander

 

Viola calaminaria

Galmei-Veilchen

 

Vincetoxicum hirundinacea

Schwalbenwurz

 

 

8. NSG Hochzeitswiese bei Eschweiler-Dürwiß

Lichtung in einer wiederbewaldeten ehemaligen Braunkohle-Tagebaufläche am Rande der Niederrheinischen Bucht

Führung: wie oben

Übersehenes Knabenkraut (Dactylorhiza praetermissa)

Samenpflanzen

Agromonia eupatoria

Gewöhnlicher Odermennig

 

Calamagrostis epigeois

Sand-Reitgras

 

Cornus sanguinea subsp. hungarica

Blutroter Hartriegel

 

Dactylorhiza praetermissa

Übersehenes Knabenkraut

Sehr reichlich

Epipactis helleborine

Große Stendelwurz

 

Hypericum desetangsii

Desetangs Johanniskraut

 

Listera ovata

Großes Zweiblatt

 

Polygonum amphibium

Wasserknöterich

Landform

 

Samstag, 25. Juni 2011

9. NSG Drover Heide

Ehemaliger Truppenübungsplatz , von dem eine große Fläche durch Beweidung offen gehalten wird. Magerwiesen und Mulden mit Zwergbinsengesellschaften

Führung: René Mause und Otto Schmidt

Pillenfarn (Pilularia globulifera)

Samenpflanzen

Agrostis capillaris

Rotes Straußgras

 

Anagallis arvensis

Acker-Gauchheil

 

Centaurea spec.

Flockenblumen-Art

Anmerkung 16

Centaurium erythraea

Echtes Tausengüldenkraut

 

Centunculus minimus

Kleinling

 

Cicendia filiformis

Faden-Enzian

 

Cynosurus cristatus

Kammgras

 

Danthonia decumbens

Dreizahn

 

Eleocharis palustris subsp. vulgaris

Gewöhnliche Sumpfbinse

 

Erigeron acris subsp. serotinus

Scharfes Berufkraut

Anmerkung 17

Festuca nigrescens

Horstiger Rot-Schwingel

 

Galium uliginosum

Moor-Labkraut

 

Gnaphalium uliginosum

Sumpf-Ruhrkraut

 

Holcus lanatus

Weiches Honiggras

 

Hypericum desetangsii

Desetangs Johanniskraut

 

Isolepis setacea

Nadelbinse

 

Juncus inflexus

Blaugrüne Binse

 

Juncus tenageia

Sand-Binse

 

Leontodon saxatilis

Hundslattich

 

Limosella aquatica

Strandling

Von uns nicht gesehen

Lycopus europaeus

Wolfstrapp

 

Lysimachia vulgaris

Gewöhnlicher Gilbweiderich

 

Myosotis laxa

Rasen-Vergissmeinnicht

Anmerkung 18

Peplis portula

Sumpfquendel

 

Pilularia globulifera

Pillenfarn

 

Potamogeton natans

Schwimmendes Laichkraut

 

Potentilla anserina

Gänse-Fingerkraut

 

Radiola linoides

Zwerg-Lein

 

Ranunculus flammula

Brennender Hahnenfuß

 

Rubus plicatus

Falten-Brombeere

 

Sparganium erectum

Ästiger Igelkolben

subsp. nicht bestimmt

Thesium pyrenaicum

Wiesen-Leinblatt

Von uns nicht gesehen

Typha latifolia

Breitblättriger Rohrkolben

 

Verbena officinalis

Eisenkraut

 

Veronica scutellata

Schild-Ehrenpreis

 

 

10. NSG Kuhbrücke in Düren/Ruraue

Halbtrockenrasen, Feuchtgebiete auf Rur-Schotter; Reste der ehemaligen Flussaue; Ruderalia

Führung: wie oben

Feld-Mannstreu (Eryngium campestre)

Samenpflanzen

Acer negundo

Eschen-Ahorn

 

Agrostis capillaris

Rotes Straußgras

 

Aira caryophyllea

Gewöhnlicher Nelkenhafer

 

Alisma plantago-aquatica

Gewöhnlicher Froschlöffel

 

Alnus glutinosa

Schwarz-Erle

 

Arabidopsis thaliana

Schmalwand

 

Arctium lappa

Große Klette

 

Arctium minus

Kleine Klette

 

Arctium nemorosum

Hain-Klette

 

Arrhenatherum elatius

Glatthafer

 

Artemisia vulgaris

Beifuß

 

Asparagus officinalis

Spargel

 

Avenochloa pubescens

Flaum-Hafer

 

Barbarea vulgaris

Gewöhnliches Barbarakraut

 

Berula erecta

Berle

 

Bromus erectus

Aufrechte Trespe

 

Callitriche platycarpa

FlachfrüchtigerWasserstern

 

Calystegia sepium

Zaun-Winde

 

Campanula rapunculoides

Acker-Glockenblume

 

Campanula rapunculus

Rapunzel-Glockenblume

 

Cardamine flexuosa

Wald-Schaumkraut

 

Cardamine impatiens

Spring-Schaumkraut

 

Carduus crispus subsp. multiflorus

Krause Distel

vgl. Anmerkung 6

Carduus nutans

Nickende Distel

 

Carex riparia

Ufer-Segge

 

Centaurea jacea

Wiesen-Flockenblume

 

Centaurium erythraea

Echtes Tausengüldenkraut

 

Chaenarrhinum minus

Orant

 

Chaerophyllum temulum

Taumel-Kälberkropf

 

Cirsium arvense

Acker-Kratzdistel

 

Cirsium vulgare

Gewöhnliche Kratzdistel

 

Clematis vitalba

Gewöhnliche Waldrebe

 

Corylus avellana

Haselstrauch

 

Crataegus x macrocarpa

Großfrüchtiger Weißdorn

 

Crataegus monogyna

Eingriffeliger Weißdorn

 

Cruciata laevipes

Kreuz-Labkraut

 

Cynoglossum officinale

Echte Hundszunge

 

Dactylis glomerata

Knäuelgras

 

Danthonia decumbens

Dreizahn

 

Daucus carota

Wilde Möhre

 

Dipsacus fullonum

Wilde Karde

 

Echium vulgare

Natterkopf

 

Epilobium ciliatum

Drüsiges Weidenröschen

 

Epilobium hirsutum

Behaartes Weidenröschen

 

Erigeron annuus

Einjähriges Berufkraut

 

Eryngium campestre

Feld-Mannstreu

 

Eupatorium cannabinum

Wasserdost

 

Euphorbia cyparissias

Zypressen-Wolfsmilch

 

Euphorbia exigua

Kleine Wolfsmilch

 

Festuca filiformis

Haar-Schwingel

 

Festuca rubra

Rot-Schwingel

 

Fraxinus ornus

Manna-Esche

 

Galeopsis tetrahit

Stechender Hohlzahn

 

Galium verum

Echtes Labkraut

 

Geranium columbinum

Tauben-Storchschnabel

 

Geum urbanum

Echte Nelkenwurz

 

Glechoma hederacea

Gundermann

 

Glyceria fluitans

Flutender Schwaden

 

Glyceria maxima

Wasser-Schwaden

 

Heracleum mantegazzianum

Riesen-Bärenklau

 

Heracleum sphondylium

Wiesen-Bärenklau

 

Herniaria glabra

Kahles Bruchkraut

 

Hippuris vulgaris

Tannwedel

 

Holcus lanatus

Weiches Honiggras

 

Humulus lupulus

Hopfen

 

Hypericum desetangsii

Desetangs Johanniskraut

 

Hypericum perforatum

Tüpfel-Johanniskraut

 

Impatiens glandulifera

Drüsiges Springkraut

 

Iris pseudacorus

Gelbe Schwertlilie

 

Juglans regia

Walnuss

 

Juncus articulatus

Glieder-Binse

 

Juncus effusus

Flatter-Binse

 

Juncus inflexus

Blaugrüne Binse

 

Koeleria macrantha

Zierliches Schillergras

 

Lactuca serriola

Kompass-Lattich

 

Lemna minor

Kleine Wasserlinse

 

Linaria vulgaris

Gewöhnliches Leinkraut

 

Lonicera xylosteum

Wald-Geißblatt

 

Lotus corniculatus

Gewöhnlicher Hornklee

 

Lysimachis nummularium

Pfennigkraut

 

Lysimachia vulgaris

Gewöhnlicher Gilbweiderich

 

Malva moschata

Moschus-Malve

 

Myosotis arvensis

Acker-Vergissmeinnicht

 

Nasturtium microphyllum

Kleinblättrige Brunnenkresse

 

Ononis repens

Kriechende Hauhechel

 

Orchis mascula

Manns-Knabenkraut

Von uns nicht gesehen

Orchis purpurea

Purpur-Knabenkraut

Von uns nicht gesehen

Origanum vulgare

Dost

 

Orobanche purpurea

Purpur-Sommerwurz

Von uns nicht gesehen

Pilosella officinarum

Gewöhnliches Mausohrhabichtskraut

= Hieracium pilosella

Phalaris arundinacea

Rohr-Glanzgras

 

Pimpinella saxifraga

Kleine Bibernelle

 

Pinus nigra

Schwarz-Kiefer

 

Plantago lanceolata

Spitz-Wegerich

 

Poa angustifolia

Schmalblättriges Rispengras

 

Poa compressa

Platthalm-Rispengras

 

Polygala vulgaris

Gewöhnliche Kreuzblume

 

Populus x canadensis

Bastard-Pappel

 

Potamogeton berchtoldii

Berchtolds Laichkraut

 

Potentilla argentea

Silber-Fingerkraut

 

Potentilla reptans

Kriechendes Fingerkraut

 

Potentilla tabernaemontani

Frühlings-Fingerkraut

 

Ranunculus flammula

Brennender Hahnenfuß

 

Ranunculus repens

Kriechender Hahnenfuß

 

Reseda lutea

Gelbe Reseda

 

Rhinanthus minor

Kleiner Klappertopf

 

Ribes rubrum

Rote Johannisbeere

 

Rosa canina.

Hunds-Rose

 

Rosa rubiginosa

Wein-Rose

 

Rubus caesius

Kratzbeere

 

Rubus fruticosus aggr.

Brombeer-Arten

 

Rumex acetosella

Kleiner Sauer-Ampfer

 

Rumex obtusifolius

Stumpfblättriger Ampfer

 

Sagina procumbens

Niederliegendes Mastkraut

 

Sangusiorba minor

Kleiner Wiesenknopf

 

Salix fragilis

Bruch-Weide

 

Salix purpurea

Purpur-Weide

 

Sambucus nigra

Schwarzer Holunder

 

Scrophularia auriculata

Wasser-Braunwurz

Anmerkung 19

Scrophularia nodosa

Knoten-Braunwurz

 

Sedum acre

Scharfer Mauerpfeffer

 

Sedum sexangulare

Milder Mauerpfeffer

 

Senecio inaequidens

Schmalblättriges Kreuzkraut

 

Senecio jacobaea

Jakobs-Kreuzkraut

 

Silene latifolia subsp. alba

Weiße Lichtnelke

 

Solanum dulcamara

Bittersüßer Nachtschatten

 

Sonchus asper

Raue Gänsedistel

 

Stachys palustris

Sumpf-Ziest

 

Stachys sylvatica

Wald-Ziest

 

Stellaria graminea

Gras-Sternmiere

 

Stellaria nemorum

Hain-Sternmiere

 

Taraxacum officinale Aggr.

Löwenzahn-Arten

 

Thymus pulegioides

Gewöhnlicher Feld-Thymian

 

Trifolium arvense

Hasen-Klee

 

Trifolium campestre

Feld-Klee

 

Trifolium repens

Kriechender Klee

 

Trifolium striatum

Streifen-Klee

 

Trisetum flavescens

Goldhafer

 

Tussilago farfara

Huflattich

 

Typha latifolia

Breitblättiger Rohrkolbe

 

Ulmus minor

Feld-Ulme

 

Verbascum densiflorum

Großblütige Königskerze

 

Verbascum nigrum

Schwarze Königskerze

 

Verbascum thapsus

Kleinblütige Königskerze

 

Vicia angustifolia

Schmalblättrige Wicke

 

Vicia lathyroides

Platterbsen-Wicke

Von uns nicht gesehen!

Vicia segetalis

Saat-Wicke

 

Viscum album

Laubholz-Mistel

 

 

11. NSG Rurauenwald Indemündung

Siehe dazu Liste von 2010 (GEFD-Exk.)!

Mündungsbereich der Inde in die Rur, Gleit- und Prallhänge, Kies- und Sandbänke, Neophyten;

Führung: wie oben

Samenpflanzen

Achillea millefolium

Gewöhnliche Schafgarbe

 

Agrostis gigantea

Riesen-Straußgras

 

Agrostis stolonifera

Weißes Straußgras

 

Alnus glutinosa

Schwarz-Erle

 

Alopecurus pratensis

Wiesen-Fuchsschwanz

 

Arrhenatherum elatius

Glatthafer

 

Bidens frondosus

Schwarzfrüchtiger Zweizahn

 

Carduus crispus subsp. multiflorus

Krause Distel

vgl. Anmerkung 6

Carex pendula

Hänge-Segge

 

Chenopodium album

Weißer Gänsefuß

 

Cirsium arvense

Acker-Kratzdistel

 

Crepis foetida

Stink-Pippau

 

Epipactis helleborine

Breitblättrige Stendelwurz

 

Equisetum arvense

Acker-Schachtelhalm

 

Eupatorium cannabinum

Kunigundenkraut

 

Festuca arundinacea

Rohr-Schwingel

Anmerkung 20

Festuca brevipila

Raublättriger Schwingel

Anmerkung 21

Festuca rubra aggr.

Rot-Schwingel

Anmerkung 22

Fumaria officinalis

Gewöhnlicher Erdrauch

 

Galium album

Weißes Labkraut

 

Heracleum mantegazzianum

Herkulesstaude

 

Heracleum sphondylium

Gewöhnliche Bärenklau

 

Hesperis matronalis

Gewöhnliche Nachtviole

 

Humulus lupulus

Hopfen

 

Hypericum x desetangsii

Tüpfel-Hartheu

H. maculatum x H. perforatum;

Impatiens glandulifera

Drüsiges Springkraut

 

Juncus bufonius

Kröten-Binse

 

Lolium multiflorum

Welsches Weidelgras

 

Lolium perenne

Deutsches Weidelgras

ebenfalls Anmerkung 22

Lycopus europaeus

Europäischer Wolfstrapp

 

Tripleurospermum inodorum

Geruchlose Kamille

 

Melilotus albus

Weißer Steinklee

 

Melilotus officinalis

Echter Steinklee

 

Mentha spec.

Minze

 

Mimulus guttatus

Gefleckte Gauklerblume

 

Myosotis scorpioides

Sumpf-Vergissmeinnicht

 

Nasturtium officinale

Gewöhnliche Brunnenkresse

 

Oenothera glazioviana

Rotkelchige Nachtkerze

 

Oenothera spec.

Nachtkerze

 

Papaver dubium

Saat-Mohn

 

Papaver rhoeas

Klatsch-Mohn

 

Phalaris arundinacea

Rohr-Glanzgras

 

Polygonum brittingeri

Ampfer-Knöterich

 

Ranunculus sceleratus

Gift-Hahnenfuß

 

Rorippa palustris

Gewöhnliche Sumpfkresse

 

Rorippa sylvestris

Wilde Sumpfkresse

 

Rumex crispus

Krauser Ampfer

 

Salix alba

Silber-Weide

 

Salix fragilis

Bruch-Weide

 

Salix purpurea

Purpur-Weide

 

Salix viminalis

Korb-Weide

 

Salix x rubens

Hohe Weide

 

Scrophularia auriculata

Wasser-Braunwurz

 

Scrophularia umbrosa subsp. neesii?

Flügel-Braunwurz

 

Senecio inaequidens

Schmalblättriges Greiskraut

 

Silene dioica

Rote Lichtnelke

 

Sisymbrium altissimum

Hohe Rauke

 

Solanum dulcamara

Bittersüßer Nachtschatten

 

Stellaria aquatica

Gewöhnlicher Wasserdarm

 

Trifolium pratense

Wiesen-Klee

ebenfalls Anmerkung 22

Tussilago farfara

Huflattich

 

Ulmus minor

Feld-Ulme

 

Veronica anagallis-aquatica

Ufer-Ehrenpreis

 

Veronica beccabunga

Bachbunge

 

 

12. Neues Inde-Bachbett bei der Mäanderbrücke

Hier wurden wegen der weitgehend eingesäten Pflanzen nur wenige Arten notiert

Frischgrünes Zyperngras (Cyperus eragrostis)

Samenpflanzen

Anthyllis vulneraria

Gewöhnlicher Wundklee

 

Carex spec.

Segge

Anmerkung 23

Cyperus eragrostis

Frischgrünes Zypergras

 

Eleocharis palustris subsp. vulgaris

Gewöhnliche Sumpfbinse

 

Nasturtium officinale

Gewöhnliche Brunnenkresse

reichlich am Ufer

 

Sonntag, 26. Juni 2011

13. NSG Galgenberg/Muschelkalk-Kuppen bei Embken

Auch Areal an „Antoniushäuser“ (Kapelle)

Führung: Otto Schmidt

Samenpflanzen

Aceras anthropophorum

Ohnsporn = Puppenorchis = Hängendes Männlein

verblüht

Anacamptis pyramidalis

Pyramidenorchis = Hundswurz

Von uns nicht gesehen

Anthyllis vulneraria

Gewöhnlicher Wundklee

 

Arenaria serpyllifolia

Quendel-Sandkraut

 

Astragalus glycyphyllos

Bärenschote

 

Ballota nigra

Schwarznessel

 

Brachypodium pinnatum

Fieder-Zwenke

 

Briza media

Gewöhnliches Zittergras

 

Bromus erectus

Aufrechte Trespe

 

Carex caryophyllea

Frühlings-Segge

 

Carex flacca

Blaugrüne Segge

 

Carex montana

Berg-Segge

 

Carex muricata s.str.

Sparrige Segge

 

Carex tomentosa

Filz-Segge

 

Centaurea jacea

Wiesen-Flockenblume

 

Centaurea scabiosa

Skabiosen-Flockenblume

 

Cephalanthera damasonium

Bleiches Waldvögelein

Von uns nicht gesehen

Cirsium acaule

Stengellose Kratzdistel

 

Coeloglossum viride

Grüne Hohlzunge

Von uns nicht gesehen

Cornus sanguinea

Blutroter Hartriegel

 

Cuscuta epithymum

Quendel-Seide

 

Eryngium campestre

Feld-Mannstreu

 

Falcaria vulgaris

Gewöhnliche Sichelmöhre

 

Fumaria officinalis

Gewöhnlicher Erdrauch

 

Galium pumilum

Heide-Labkraut

 

Gentianella germanica

Deutscher Kranzenzian

 

Gymnadenia conopsea

Große Händelwurz

 

Helianthemum nummularium subsp. obscurum

Gewöhnliches Sonnenröschen

 

Helictotrichon pratense

Echter Wiesenhafer

 

Himantoglossum hircinum

Bocks-Riemenzunge

Von uns nicht gesehen

Hippocrepis comosa

Hufeisenklee

 

Knautia arvensis

Acker-Witwenblume

 

Koeleria pyramidata

Großes Schillergras

 

Lathyrus aphaca

Ranken-Platterbse

 

Leontodon hispidus

Steifhaariger Löwenzahn

 

Ligustrum vulgare

Gewöhnlicher Liguster

 

Linum catharticum

Purgier-Lein

 

Lotus corniculatus

Gewöhnlicher Hornklee

 

Medicago falcata

Sichel-Luzerne

 

Onobrychis viciifolia

Saat-Esparsette

 

Ononis repens

Kriechende Hauhechel

 

Ophrys apifera

Bienen-Ragwurz

Von uns nicht gesehen

Ophrys insectifera

Fliegen-Ragwurz

Von uns nicht gesehen

Orchis mascula

Stattliches Knabenkraut

Von uns nicht gesehen

Orchis morio

Kleines Knabenkraut

Von uns nicht gesehen

Origanum vulgare

Gewöhnlicher Dost

 

Ornithogalum umbellatum

Dolden-Milchstern

Von uns nicht gesehen

Phleum phleoides

Steppen-Lieschgras

 

Plantago lanceolata

Spitz-Wegerich

 

Plantago media

Mittlerer Wegerich

 

Poa angustifolia

Schmalblättriges Rispengras

 

Potentilla neumanniana

Frühlings-Fingerkraut

 

Poterium minus = Sanguisorba minor

Kleiner Wiesenknopf

 

Primula veris

Wiesen-Primel

 

Prunella grandiflora

Großblütige Braunelle

 

Pulsatilla vulgaris

Gewöhnliche Küchenschelle

 

Quercus robur

Stiel-Eiche

 

Rhinanthus minor

Kleiner Klappertopf

 

Rosa spec.

Rose

 

Salvia pratensis

Wiesen-Salbei

 

Saponaria ocymoides

Rotes Seifenkraut

Von uns nicht gesehen

Teucrium chamaedrys

Edel-Gamander

 

Veronica teucrium

Großer Ehrenpreis

 

 

In der Umgebung: Schwarzbrache (Getreidefeld mit Ernteverzicht, Grauammer-Rettungs-Projekt) mit Stachys germanica;

Feldwege: Bromus commutatus (?, nachprüfen!), Bunium bulbocastanum, Lithospermum arvense, Camelina microcarpa u. v. a. m..

 

Anmerkungen

1 Wir bestimmten die Segge als Carex pairae. Einer der örtlichen Führer (Mause? Vanberg?) sagte aber, diese sei am Fundort nicht zu erwarten. Carex muricata komme öfters in Formen mit heller gefärbten Ähren vor

2 Am Fundort fast immer mit rötlich überlaufenen Rispen

3 Es handelt sich um einen Schlauchpilz (Ascomycet), der auf dem Schleimpilz Fuligo septica wächst und in lila färbt.

4 Wir fanden hinsichtlich der Hüllblätter (zerschlitzt/gefranst) und der Randblüten (nicht strahlen/strahlend) sehr variable Sippen, die zwischen C. jacea und C. nigra vermitteln. Nur ein Teil davon war der folgenden Spezies zuzuordnen.

5 Die westeuropäische Sippe ist durch folgende Merkmalskombination gekennzeichnet: Blätter nicht auffallend schmal; Randblüten mehr oder weniger strahlend; Hüllblätter anliegend; Hüllblattanhängsel bis in halbe Höhe des Köpfchens regelmäßig gefranst; Pappus fehlend oder lückenhaft

6 Die Blätter dieser westlichen Unterart sind stärker dornig und unterseits weniger behaart als die Nominat-Unterart, was zu Fehlbestimmungen als Carduus acanthoides führte.

7 Bastard zwischen Fallopia japonica und Fallopia sachalinens. Ist fertil und vielerorts häufiger als die Elternarten.

8 Wie auch in Rheinland-Pfalz überwiegend in der var. denudata mit grünen Blattunterseiten; dazwischen spärlich Exemplare der var. ulmaria mit weißfilzigen Blattunterseiten; vereinzelt auch Übergangsformen

9 Die an Schwermetallhalden angepassten Grasnelken-Sippen stehen nach heutiger Einschätzungen der Taxonomen der an Trockenbiotopen vorkommenden Armeria maritima subsp. elongata so nahe, dass es nicht begründet erscheint, sie als eigene Arten zu klassifizieren.

10 Die Sippe wurde auch als eigene, an Schwermetalle angepasste Art unter dem Namen Festuca aquisgranensis (Aachener Schwingel) beschrieben. Die Verfasser der Rothmaler-Flora billigen ihr keinen Artrang zu.

11 Neben typischer Polygala vulgaris kommt eine Sippe vor, die ebenfalls vielblütige Infloreszenzen aufweist, jedoch meist weiß blüht und durch niederliegende bis aufsteigende Blütentriebe auffällt. Wir kamen zu keinem Bestimmungsergebnis.

12 Die kleinen und oft niederliegenden Sippen schwermetallhaltiger Standorte unterscheiden sich genetisch nicht von den Normaleformen.

13 Relativ kleiner Bestand an einer einzigen Stelle an der Böschung des Weges. Möglicherweise eingeschleppt.

14 Hans Faus fand am Rande des NSG eine völlig unbehaarte Form von Knautia arvensis. Ihre taxonomische Bedeutung muss noch durch Literaturstudien geklärt werden.

15 Auch hier fanden wir Exemplare, die nicht die typischen Merkmale hatten.

16 Die sehr einheitliche und gut charakterisierte Flockenblume, die im Gebiet reichlich vorkommt, hat folgende Merkmale: Hochwüchsig, von unten an verzweigt, graugrün, spät blühend (am Exkursionstag noch im Knospenzustand), schmalblättrig. Hülle nur ganz unten mit fransigen Hüllblättern, ansonsten mit zerschlitzten. Es könnte sich um Centaurea jacea subsp. timbalii handeln, ebenso um die von G. H. Loos benannte subsp. approximata. Der Unterschied zur ebenfalls schmalblättrigen und spät blühenden, östlich verbreiteten Centaurea pannonica (C. jacea subsp. angustifolia) soll in noch stärker spinnwebig behaarten und im Mittel noch schmaleren Blättern bestehen.

17 Erst in den letzten Jahren wird diese durch wellig verdrehte Blätter gekennzeichnete und mehr an naturnahe Fels- und Magerbiotope gebundene Unterart von der mehr ruderalen und nährstoffbedürftigen subsp. acris mit glatten Blättern unterschieden.

18 Dieses in Sumpfwiesen wachsende Vergissmeinnicht scheint sehr selten geworden zu sein. Es ist leicht daran zu erkennen, dass die untersten 1 bis 3 Blüten des Blütenstandes kleine Tragblätter haben.

19 Diese subatlantische Art ist schon im Moseltal recht selten und fehlt weiter östlich in Deutschland. Wir sahen sie an der Inde reichlich und lernten als einprägsames Merkmal lange, wenig beblätterte Blütenstände kennen.

20 Ungewöhnlich hochwüchsige Sippe, die mit Saatgut zur Begrünung und Befestigung der durch die Inde-Verlegung neu geschaffenen Ufer eingeschleppt wurde.

21 Mit Saatgut zur Befestigung der Inde-Ufer eingeschleppt

22 Ungewöhnlich hochwüchsig. Wahrscheinlich eingeschleppt

23 An Carex ovalis erinnernd, aber erheblich großwüchsiger

 

Pilze, die wir während der Exkursion fanden

Zusammengestellt von Bernd Behrens

Liste:

Exkursionsziel

Wissenschaftlicher Name

Deutscher Name

Hinweise

Ziel 1: Ochsenkopf-Trail

 

Rübling

 

 

 

Schwindling

 

 

Fuligo septica

Gelbe Lohblüte

Myxomycet

 

Formitopsis pinicola

Rotrandiger Baumpilz

 

Ziel 3: NSG Todtenbruch

 

 

 

 

Nectriopsis violacea

 

Ascomycet auf Fuligo septica, wodurch der Myxomycet lila gefärbt wird;

 

Calocera viscosa

Klebriger Hörnling

 

 

Trametes versicolor

Schmetterlings-Tramete

 

 

Stereum hirsutum

Striegeliger Schichtpilz

 

 

Micromphale perforans

Nadelschwindling

 

 

Lycogala epidendrum

Blutmilchpilz

Myxomycet

 

Russula cyanoxantha

Frauentäubling

 

 

Formitopsis pinicola

Rotrandiger Baumpilz

 

 

Hypholoma fasciculare

Grünblättriger Schwefelkopf

 

 

Cystoderma aminanthium

Amiant-Körnchenschirmling

 

 

Tephrocybe palustris

Sumpf-Graublatt

 

Ziel 4: NSG Gebirgsbach Obere Rur bei Monschau

 

 

 

 

Lycogala epidendrum

Blutmilchpilz

Myxomycet

 

Ceratiomyxa fruticulosa

 

Myxomycet

 

Leccinum aurantiacum

Espenrotkappe

 

 

Scutellinia scutellata (?)

Schildborstling

 

 

Kuehneromyces mutabilis

Stockschwämmchen

 

 

Poliota spec.

Schüppling

 

 

Trametes versicolor

Schmetterlings-Tramete

 

 

Xerocomus chrysentera

Echter Rotfußröhrling

 

 

Entoloma cetratium (?)

Ockerblättriger Rötling

 

 

Inocybe cookei

Strohgelber Risspilz

 

 

Collybia butyracea

Butterrübling

 

Ziel 11: Inde-Mündung

 

 

 

 

Xylaria polymorpha

Vielgestaltige Holzkeule

 

 

Trametes gibbosa

Buckel-Tramete

 

 

Coprinus disseminatus

Gesäter Tintling

 

 

Sullius tridentinus

Rostroter Lärchen-Röhrling

 

 

Calocybe gambosa

Mairitterling

 

 

Collocybe dryophila

Waldfreund-Rübling

 

 

Paneolus campanulatus (?)

Glocken- Düngerling

Auf Mist

 

 

Schaf-Champignon

Bus-Parkplatz

Ziel 12: Neues Indebett an der Mäanderbrücke

 

 

 

 

 

Schneckling

 

 

Tricholoma psamnopus

Lärchen-Ritterling

 

Ziel 14: Frenkbachtal, Nähe Biberburg

 

Rindenpilz

 

 

Pleurotus pulmonarius

Cremefarbener Seitling

Anisgeruch!

 

Stereum hirsutum

Striegeliger Schichtpilz

 

Sonstige Funde:

 

 

 

 

Sclerederma aerolatum

Dünnschaliger Kartoffelbovist

 

 

Acrocybe spec.

Ackerling

 

 

Cortinarius spec.

Schleierling

 

Zusammengestellt von Bernd Behrens, Hochspeyer, Dr. Hans Reichert, Trier, Otto Schmidt, Kaiserslautern
Fotos: Barbara Wrusch

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Magerwiesen, Trockenrasen, Kalk-Flachmoore und Wälder in der nordrhein-westfälischen Nordeifel


 
Geflecktes Knabenkraut (Dactylorhiza maculata) in der Sistig-Krekeler Heide

Botanische Mehrtagsexkursion von Freitag, 25.05. bis Montag, 28.05.2007 (Pfingstmontag)
Führung: Dr. Hans Reichert, Trier, Otto Schmidt, Kaiserslautern und örtlicher Führer
 
Ergänzend zum  Exkursionsbericht „Botanisch reiche Kulturlandschaft in der Nordeifel“ von Dr. Hans Reichert werden hier die Artenlisten der einzelnen Exkursionsziele vorgestellt. 
Zusammengestellt von Otto Schmidt, Kaiserslautern

 

Botanisch reiche Kulturlandschaft in der Nordeifel

Pfingst-Exkursion 2007 der POLLICHIA Kreisgruppe Bad Kreuznach

und des Botanischen Arbeitskreises Nahe-Hunsrück

 

Magerwiesen mit Zigtausend Exemplaren des Gefleckten Knabenkrautes (Dactylorhiza maculata), des Lungen-Enzians (Gentiana pneumonanthe), der Grünlichen Waldhyazinthe (Platanthera chlorantha) und des Zittergrases (Briza media), Tausenden von Exemplaren der Grünen Hohlzunge (Coeloglossum viride) und des Wald-Läusekrautes (Pedicularis sylvatica), Halbtrockenrasen mit reichen Beständen des Katzenpfötchens (Antennaria dioica), der Grünen Hohlzunge (Coeloglossum viride), der Gewöhnlichen Kugelblume (Globularia bisnagarica), der Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris), der Fliegen-Ragwurz (Ophrys insectifera) und des Kalk-Blaugrases (Sesleria albicans) – das und vieles mehr gibt es im nordrhein-westfälischen Teil der Nordeifel zu bewundern.

Um 1980 sah es dort noch ganz anders aus. Viele Jahrhunderte lang extensiv bewirtschafteten Flächen waren brachgefallen, andere wurden aufgeforstet oder gedüngt und intensiver genutzt. Die meisten oben genannten Arten gingen stark zurück. Naturschützer schlugen Alarm, hatten aber kein Rezept zur Abhilfe parat. Die Hoffnung des Naturschutz-Ökologen Bernd Heydemann, der ökologische Landbau werde zur Erhaltung von extensiv genutzten Flächen beitragen, erfüllte sich – was das Grünland betrifft – nicht; denn auch im Öko-Landbau werden Wiesen und Weiden mit einem Quantum an Nitratdünger versorgt, der hochwüchsige Futtergräser fördert und dadurch die oben genannten Pflanzen verdrängt.

Prof. Dr. Wolfgang Schumacher von der Universität Bonn plädierte für eine andere Strategie: Landwirte, gleich ob konventionell oder alternativ wirtschaftend, sollten durch Überzeugungsarbeit und durch finanzielle Anreize dafür gewonnen werden, einen Teil ihres Landes extensiv zu bewirtschaften. In Kooperation mit den Landwirtschaftskammern und gefördert durch die Bundesstiftung Umwelt und die NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat und Kulturpflege wurde unter anderem im Landkreis Euskirchen ein breit angelegtes Programm zur Extensivierung durch Verträge mit Landwirten gestartet, das dazu geführt hat, dass in der Nordeifel 300 Landwirte eine Fläche von 4000 ha extensiv bewirtschaften. Die Erfolgskontrolle ergab eine zum Teil unerwartet starke Zunahme seltener und gefährdeter Arten.

Die POLLICHIA Kreisgruppe Bad Kreuznach und der Botanische Arbeitskreis Nahe-Hunsrück konnten sich von dieser Erfolgsbilanz bei der diesjährigen Pfingstexkursion überzeugen, die von Dr. Hans Reichert (Trier) und Otto Schmidt (Kaiserslautern) geleitet wurde und von diesen in Zusammenarbeit mit Prof. Schumacher vorbereitet worden war.

Samstag, 26. Mai

                              

Bärwurz (Meum athamanticum) im Perlenbachtal bei Monschau     Das Brackvenn, nahe dem Dorf Mützenich

Vom Tagungshotel in Schleiden, einem vergleichsweise komfortablen Standquartier, ging es am Samstag vor Pfingsten in westliche Richtung zunächst in den Randbereich des Hohen Venns. Erstes Ziel war das Perlenbachtal (32 U 03 04691, 55 98417), wo einen Monat früher Millionen Gelber Narzissen (Narcissus pseudonarcissus) hätten bewundert werden können. Sie waren jetzt bis auf wenige Reste verwelkt. Dafür sah man andere Besonderheiten wie die auf das küstennahe Westeuropa beschränkte Heide-Wicke (Vicia orobus), den ähnlich verbreiteten Englischen Ginster (Genista anglica), die Bärwurz (Meum athamanticum) und das Öhrchen-Habichtskraut (Hieracium lactucella). An weiter verbreiteten Arten fiel auf, dass sie hier im Vergleich zu anderen Gegenden weniger weit entwickelt waren. Ursache ist das raue Klima des Perlenbachtals. Vom Hohen Venn herabfließende nächtliche Kaltluftströme können hier in sämtlichen Monaten des Jahres Nachtfröste verursachen. Der Name des nahegelegenen Dorfes Kalterherberg passt gut dazu. Der gesamte Landstrich hat den Namen „Heckenland“, da viele Grundstücke in den Dörfern von haushohen Buchenhecken umgeben sind. Sie sollen die kalten Winde abhalten, die im Winter über die Hochflächen pfeifen.

Nächstes Ziel war das Brackvenn, nahe dem Dorf Mützenich (32 U 03 00356, 56 05588) schon auf belgischem Gebiet gelegen. Es ist durch die Palsen bekannt, eiszeitlich entstandene nasse Senken von 20 bis 30 m Durchmesser, die von niedrigen Wällen umgeben sind. Außerhalb der heutigen Tundrengebiete im Norden findet man sie selten. Angetroffen wurden charakteristische Pflanzenarten der Moore und Moorheiden: Rundblättriger Sonnentau (Drosera rotundifolia), Glockenheide (Erica tetralix), Scheidiges Wollgras (Eriophorum vaginatum), Geknäuelte Hainsimse (Luzula congesta), Kriech-Weide (Salix repens), Rauschbeere (Vaccinium uliginosum) und Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea). Die größte Besonderheit ist eine Orchidee, nämlich das Torfmoos-Knabenkraut (Dactylorhiza sphagnicola). Eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Fleischfarbenen Knabenkraut (Dactylorhiza incarnata), die uns auffiel, war kein Zufall. Die Experten Angelika und Heinz Baum (Köln), die uns am nächsten Tag führten, erklärten, dass Dactylorhiza sphagnicola im Brackvenn fast nie in reiner Form vorkomme. In der Regel seien Bastardierungseinflüsse von Dactylorhiza incarnata auszumachen.

Nicht weniger als die Pflanzenwelt beeindruckte das Landschaftsbild der ausgedehnten Moorfläche. Seine vor allem bei trübem Wetter etwas düstere Atmosphäre hatte Otto Schmidt am Abend zuvor durch Rezitation des Gedichtes „Der Knabe im Moor“ von Annette von Droste-Hülshoff packend heraufbeschoren.

Vom über 500 m hoch gelegenen Rand des Hohen Venns ging es zuletzt hinunter ins Rurtal (32 U 03 15344, 56 09378) mit seinen Trinkwassertalsperren, die im Bereich des vor kurzem gegründeten Nationalparks Eifel liegen. Mit einem Elektroboot fuhren die Exkursionsteilnehmer von Rurberg ins Urfttal (32 U 03 0317467, 56 09006) hinein. Unterhalb der Urft-Talsperre verließen sie das Boot und wanderten zur Krone der Staumauer hoch. An diesem Weg trafen sie auf ein großes Vorkommen der Deutschen Hundszunge (Cynoglossum germanicum), der größten botanischen Besonderheit der dortigen Talhänge. Bemerkenswert sind weiterhin Vorkommen der Mandelblättrigen Wolfsmilch (Euphorbia amygdaloides) und der Elsbeere (Sorbus torminalis). Das schmalblättrige Greiskraut (Senecio inaequidens), ein aus Südafrika stammender Neophyt, ist dabei, die Felshänge zu erobern.

Sonntag, 27. Mai

                           

Brand-Knabenkraut (Orchis ustulata) im oberen Seidenbachtal      Grünes Hohlzüngel (Coeloglossum viride) in der Sistig-Krekeler Heide

Schleiden wurde diesmal in östlicher Richtung verlassen. Dort gelangt man zu der von Südwesten nach Nordosten streichenden Sötenicher Kalkmulde. Dort stehen mitteldevonische Riffkalke an. Das erste Exkursionsziel, die durch ihren floristischen Reichtum bekannte Sistig-Krekeler Heide (32 U 03 23870, 55 94072), liegt am Rande der Kalkmulde noch über kalkfreiem unterdevonischem Gestein. Dort trifft man auf ausgedehnte Magerwiesen, die von Wäldern eingerahmt sind und dank der Initiative von Prof. Schumacher fast in letzter Minute vor der Aufforstung bewahrt wurden.

Als ortskundige Führer stand das schon oben erwähnte Ehepaar Angelika und Heinz Baum zur Verfügung. Beide gehören dem Arbeitskreis Heimische Orchideen an, sind jedoch keine puren Orchideenspezialisten, sondern kennen auch die übrige Flora. Obwohl die Blütenfülle wegen der vorausgegangenen Trockenperiode des Frühsommers 2007 geringer war als in den vorigen Jahren und einsetzender Nieselregen den Genuss etwas trübte, waren die Exkursionsteilnehmer von dem Gesehenen tief beeindruckt. Tausende und Abertausende von Exemplaren des Gefleckten Knabenkrautes (Dactylorhiza maculata) schmückten die Wiesen so weit das Auge reichte. In großer Zahl war das Breitblättrige Knabenkraut (Dactylorhiza majalis) beigemischt. Jeder, der schon einmal Schwierigkeiten damit hatte, die beiden Arten zu unterscheiden, konnte zu seinem Trost aus dem Munde des Ehepaares Baum erfahren, dass die beiden Arten in Mischbeständen häufig bastardieren. Schon das Spektrum der Blütenfarbe, das zwischen fast weiß und dunkelpurpurn alle Übergänge zeigte, lässt vermuten, dass es neben Kreuzungen auch Rückkreuzungen der Bastarde mit den Elternarten gibt. Auch die anderwärts viel seltenere Orchidee Grünes Hohlzüngel (Coeloglossum viride) ist in reicher Fülle vorhanden. Gleiches gilt für Arten aus anderen Pflanzenfamilien wie z.B. den Englischen Ginster (Genista anglica) und den Lungen-Enzian (Gentiana pneumonanthe). Zum floristischen Reichtum des Gebietes tragen auch die variablen Feuchtigkeitsverhältnisse bei. Auf trockeneren Flächen wachsen z.B. Arnika (Arnica montana) und unübersehbare Massen von Zittergras (Briza media), in feuchteren Mulden zahlreiche Seggen-Arten, Glockenheide (Erica tetralix), Sparrige Binse (Juncus squarrosus), Wald-Läusekraut (Pedicularis sylvatica) und Quendelblättrige Kreuzblume (Polygala serpyllifolia).

Zur Mittagsrast fuhren die Exkursionsteilnehmer in die nahegelegene Kleinstadt Nettersheim. Dort gibt es ein sehenswertes Natur-Erlebniszentrum mit kleiner Cafeteria (32 U 03 31710, 55 95802), einer Ausstellung über die Natur- und Kulturlandschaft der Umgebung sowie einem Salzwasser-Aquarium, das anhand heutiger Lebewesen der Korallenriffe einen Eindruck davon vermittelt, wie es zur Zeit des Mitteldevons in den Meeren der heutigen Eifel in etwa ausgesehen hat. Das Zentrum umfasst weitere Einrichtungen wie z. B. ein mit Fachleuten ausgestattetes Büro, das den Vertrags-Naturschutz der Umgebung koordiniert.

Die weitere Exkursionsroute führte in die unmittelbare Umgebung von Blankenheim (32 U 03 29963, 55 90647). Auf einer extensiv bewirtschafteten, blumenreichen Wiese bei Blankenheimerdorf traf man zwar noch nicht auf ausgesprochene Kalkflora; doch zeigten Arten wie Wiesen-Kümmel (Carum carvi), Gewöhnliche Kreuzblume (Polygala vulgaris), Färberscharte (Serratula tinctoria) und Wiesen-Silau (Silaum silaus) einen erhöhten Basengehalt an. Am Bach waren mächtige Bulte der Rispen-Segge (Carex paniculata) zu bewundern.

Nur wenige Kilometer weiter lernte man im oberen Seidenbachtal einen typischen Halbtrockenrasen im Kalkgebiet kennen. Optischer Anziehungspunkt war dort jedoch zunächst eine einsam auf einer Kuppe stehende sogenannte Süntelbuche. Es handelt sich um eine Mutante der Rotbuche (Fagus sylvatica), die zuerst aus dem Süntel bei Hannover beschrieben wurde. Sie unterscheidet sich von der normalen Rotbuche durch bizarr verdrehten Wuchs ihrer Äste und bis zum Boden herunterhängende äußere Zweige. Die Krone bildet insgesamt eine Kuppel, in der man sich verstecken kann.

Der umgebende Halbtrockenrasen (32 U 03 31013, 55 89064) überraschte auf Schritt und Tritt mit seltenen Arten. Neben Hunderten fruchtenden Exemplaren der Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris) und noch nicht blühendem Deutschen Enzian (Gentiana germanica) wurden in blühendem Zustand angetroffen: Katzenpfötchen (Antennaria dioica), Berg-Segge (Carex montana), Stängellose Kratzdistel (Cirsium acaule), Grüne Hohlzunge (Coeloglossum viride), Gewöhnliche Kugelblume (Globularia bisnagarica), Geflecktes Ferkelkraut (Hypochaeris maculata), Fliegen-Ragwurz (Ophrys insectifera), Brand-Knabenkraut (Orchis ustulata), Nelken-Sommerwurz (Orobanche caryophyllacea), Kugel-Teufelskralle (Phyteuma orbiculare), Bittere Kreuzblume (Polygala amarella), Mittleres Leinblatt (Thesium linophyllon), Berg-Klee (Trifolium montanum) und andere. Die meisten dieser vielerorts sehr seltenen Arten waren in großer Zahl vertreten.

Letztes Ziel des Tages war ein Kalksumpf (32 U 03 33955, 55 90385) nahe dem Hähnenbach-Hof am Stadtrand von Blankenheim. Von Prof. Schumacher relativ spät entdeckt, weist er fast das gesamte Arteninventar auf, das man in Sümpfen der Eifel-Kalkmulden finden kann. Dazu gehören mehrere seltene Seggen: Davall-Segge (Carex davalliana), Saum-Segge (Carex hostiana) und Schuppenfrüchtige Gelb-Segge (Carex lepidocarpa). Ferner folgende Arten: Breitblättriges Wollgras (Eriophorum latifolium), Bach-Nelkenwurz (Geum rivale), Blaugrüne Binse (Juncus inflexus) und Bittere Kreuzblume (Polygala amarella).

Montag, 28. Mai

                          

Halbtrockenrasen mit Wacholderbeständen bei Alendorf                  Sinterkalk-Ablagerungen am Nohner Wasserfall

Die Fahrt zu den heute angesteuerten Zielen führte in den Grenzbereich von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz südlich Blankenheim und war somit bereits eine Etappe der Rückreise. Der erste Halt erfolgte nahe Alendorf, das durch großflächige Halbtrockenrasen mit Wacholderbeständen bekannt ist (32 U 03 32144, 55 82553). Diese sind nicht nur botanisch ergiebig, sondern auch landschaftlich sehr reizvoll. Leider war der Tag ziemlich verregnet, so dass man die Naturschönheiten nicht in vollen Zügen genießen konnte.

Zusätzlich zu den schon im Seidenbachtal beobachteten kalkliebenden Arten waren hier Ohnsporn (Aceras anthropophorum), Scheiden-Kronwicke (Coronilla vaginalis), Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea) und Helm-Knabenkraut (Orchis militaris) zu sehen. In großen Mengen gab es wiederum Katzenpfötchen (Antennaria dioica), Grüne Hohlzunge (Coeloglossum viride) und Gewöhnliche Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris). Auch dem Kalk-Blaugras (Sesleria albicans) begegnete man auf Schritt und Tritt.

Die letzte Station, das in Rheinland-Pfalz gelegene Ahbachtal bei Nohn ist nicht nur eine botanische Fundgrube, sondern wegen seiner Karsterscheinungen auch geologisch und geomorphologisch höchst interessant. Es gibt dort eine Bachversickerung, die jedoch durch eine Betonrinne überbrückt und damit unwirksam gemacht worden ist , sowie den weithin bekannten Dreimühlen-Wasserfall mit spektakulären Sinterkalk-Ablagerungen (32 U 0341927, 55 76706).

Die Exkursionsleiter konnten eine Reihe von Pflanzenarten demonstrieren, die im Verlauf der bisherigen Exkursion nicht oder nur wenig in Erscheinung traten, darunter etliche kalkliebende Arten der Wälder und Waldränder: Blauer Eisenhut (Aconitum napellus) im Knospenzustand und Gelber Eisenhut (Aconitum lycoctonum) voll erblüht, Bärlauch (Allium ursinum), Gelbes Windröschen (Anemone ranunculoides), Hain-Klette (Arctium nemorosum), Aufrechte Berle (Berula erecta), Sichel-Hasenohr (Bupleurum falcatum), Guter Heinrich (Chenopodium bonus-henricus), Kleinblättrige Brunnenkresse (Nasturtium microphyllum), Einbeere (Paris quadrifolia), Wald-Schlüsselblume (Primula elatior), Dunkles Lungenkraut (Pulmonaria obscura), Wunder-Veilchen (Viola mirabilis) und viele mehr. Fast 170 Pflanzenarten wurden bei der Vorexkursion und der Exkursion notiert.

Die rustikal eingerichtete Nohner Mühle bot willkommene Gelegenheit, die Regenschirme beiseite zu stellen und bei Kaffee und Kuchen die Exkursion in gemütlicher Atmosphäre ausklingen zu lassen.

Koordinatensystem: UTM

Zusammengestellt von Dr. Hans Reichert, Trier

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